Von Claudia Nehrbaß
Die Erholungsrally der europäischen Börsen dürfte auch die Wall Street beflügeln. Dazu kommen überraschend positive Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt. Dort ist die Zahl der Beschäftigten im Juli fast doppelt so stark wie erwartet gestiegen.
Der S&P-Future steigt um 1,0 Prozent, während der Nasdaq-Future um 1,4 Prozent zulegt. Der Euro hat die Marke von 1,22 US-Dollar zurückerobert und notiert bei 1,2253 Dollar. Auch der Ölpreis erholt sich: Ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI zur Lieferung im September kostet nun 88,13 US-Dollar. Zum Settlement am Donnerstag waren es 87,13 Dollar. Sichere Investments wie US-Staatsanleihen sind in diesem Umfeld nicht gefragt. Im Zuge fallender Kurse steigt die Rendite zehnjähriger Treasurys auf 1,55 Prozent.
In Europa hat sich die Enttäuschung über die Europäische Zentralbank (EZB) gelegt. Die EZB hatte am Donnerstag wider Erwarten keine konkreten Maßnahmen zur Bewältigung der Schuldenkrise in der Eurozone angekündigt, was die Aktienkurse auf breiter Front einbrechen ließ. Ermutigende Konjunkturdaten aus der Region trösten die Anleger aber darüber hinweg.
In den USA kommen dazu überzeugende Quartalsberichte bedeutender Unternehmen wie Procter & Gamble oder Kraft Foods. Beide haben mit ihren Ergebnissen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Procter & Gamble hat zwar einen eher pessimistischen Ausblick auf das laufende Quartal gegeben, dafür aber einen Aktienrückkauf im Volumen von 4 Milliarden Dollar angekündigt. Das lässt den Kurs vorbörslich um 2 Prozent zulegen. Die Aktien von Kraft Foods gewinnen 2,6 Prozent.
Die Aktien von LinkedIn verteuern sich um 10 Prozent. Sie profitieren davon, dass das soziale Netzwerk sich für das laufende Jahr höhere Ertragsziele gesetzt hat. Der Gewinn im zweiten Quartal deckte sich mit den Analystenschätzungen, während der Umsatz darüber lag.
Ein unerwartet hoher Quartalsverlust könnte dagegen den Kurs von Molycorp drücken. Schon im nachbörslichen Handel am Donnerstag verbilligten sich die Titel des auf seltene Erden spezialisierten Bergbauunternehmens um rund 15 Prozent. Viacom-Aktien gaben nachbörslich um über 6 Prozent nach, nachdem Umsatz und Ergebnis des Unternehmens enttäuscht hatten.
DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.35 Uhr Do, 18.00 Uhr EUR/USD 1,2253 0,48% 1,2194 1,2151 EUR/JPY 96,3594 0,97% 95,4320 95,0225 EUR/CHF 1,2012 -0,02% 1,2015 1,2012 USD/JPY 78,6350 0,49% 78,2515 78,2450 GBP/USD 1,5539 0,10% 1,5523 1,5500
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August 03, 2012 09:02 ET (13:02 GMT)
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