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MÄRKTE-EUROPA/Börsen verabschieden sich mit Schwung ins Wochenende

Die europäischen Börsen haben am Freitag Gas gegeben. Sie holten den Rückschlag vom Vortag auf und profitierten dabei von guten US-Arbeitsmarktdaten. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 4,8 Prozent auf 2.373 Punkte. Für den DAX ging es um 3,9 Prozent auf 6.866 Zähler nach oben.

"Es herrscht eine Stimmung am Markt, dass der Rücksetzer von gestern nach der Enttäuschung durch das Ausbleiben konkreter Schritte der EZB übertrieben war", meinte David Jones von IG Index. "Die Ansicht setzt sich durch, dass die EZB clever gehandelt hat, indem sie keine Leistung ohne Gegenleistung gibt. Das sorgt dafür, dass die Reformbemühungen nicht erlahmen", sagte ein anderer Händler. Die EZB ist bereit, "in angemessener Höhe" einzugreifen, doch ist Bedingung, dass die betroffenen Länder den Auflagen des EFSF-/ESM-Programms zustimmen.

Der US-Arbeitsmarktbericht übertraf die Erwartungen deutlich. Im Juli wurden fast doppelt so viele neue Stellen geschaffen, wie Volkswirte prognostiziert hatten. Der Einkaufsmanagerindex für das nichtverarbeitende Gewerbe der USA hielt sich im Expansionsbereich und deutet damit auf weiteres Wachstum der US-Wirtschaft hin.

Der Euro eroberte am Freitagnachmittag die Marke von 1,2300 US-Dollar zurück. Die Gemeinschaftswährung profitierte davon, dass die Renditen italienischer und spanischer Anleihen zurückkamen. Hintergrund waren Gerüchte, dass die spanische Regierung am Freitag offiziell um Hilfe aus dem EU-Rettungsfonds bitten könnte. Allerdings hatte der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy während einer Pressekonferenz am Freitag gesagt, diesbezüglich sei noch keine Entscheidung getroffen worden. Am Abend kostete ein Euro 1,2383 Dollar.

Rückkaufprogramm hilft der Siemens-Aktie auf die Sprünge

Das angekündigte Aktienrückkaufprogramm von Siemens wurde an der Börse sehr positiv aufgenommen. Die lange lahmende Aktie stieg um 6,2 Prozent auf 72,55 Euro. "Mit einem Minus von fast 20 Prozent auf Jahressicht gehört die Aktie zu den schwachen Titeln im DAX. Siemens will sie wieder attraktiver machen", sagte ein Händler. Die Analysten der WGZ-Bank werteten den Schritt ebenfalls als positiv und nahmen das Kursziel auf 83 nach 79 Euro nach oben. Auch sonst waren konjunktursensible Werte gefragt. HeidelbergCement legten um 6 Prozent auf 39,69 Euro zu.

Banken und Versicherer schießen nach oben

Noch stärker stiegen die Aktien der Banken und Versicherer. Dabei halfen auch gute Zahlen der Allianz. "Alles in allem ist die Ergebnisqualität leicht oberhalb meiner Erwartung ausgefallen", meinte Analyst Christian Muschick von Silvia Quandt Research. Trotz Schuldenkrise hatte der Versicherer die gute Entwicklung aus den ersten drei Monaten auch im zweiten Quartal fortgesetzt. Der Gesamtumsatz stieg leicht auf 25,2 Milliarden Euro - 600 Millionen Euro mehr als im Vorjahresquartal. An der Börse wurde die solide Geschäftsentwicklung honoriert. Die Aktie stieg um 5,7 Prozent auf 83,07 Euro.

Auch die italienische Bank Intesa Sanpaolo überzeugte mit ihren Geschäftszahlen. Der Nettogewinn fiel mit 470 Millionen deutlich oberhalb der Markterwartung aus. Die Aktie legte um 12,6 Prozent auf 1,06 Euro zu. UniCredit hatte zwar nur mäßige Zahlen vorgelegt. Trotzdem stieg die Aktie um 8,4 Prozent auf 2,79 Euro. An die Spitze des DAX setzt sich die Aktie der Deutschen Bank. Sie schoss um 8,7 auf 25,23 Euro nach oben.

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.            Index          Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
.                              stand      absolut         in %          seit 
.                                                               Jahresbeginn 
Europa       Euro-Stoxx-50   2372,58       109,22        +4,8%           2,4 
.            Stoxx-50        2529,01        56,46        +2,3%           6,7 
.            Stoxx-600        265,58         6,30        +2,4%           8,6 
Frankfurt    XETRA-DAX       6865,66       259,57        +3,9%          16,4 
London       FTSE-100        5787,28       124,98        +2,2%           3,9 
Paris        CAC-40          3374,19       141,73        +4,4%           6,8 
Amsterdam    AEX              330,43         8,27        +2,6%           5,7 
Athen        ATHEX-20         215,31         2,29        +1,1%         -18,7 
Brüssel      BEL-20          2304,23        62,63        +2,8%          10,6 
Budapest     BUX            17646,20       343,74        +2,0%           4,0 
Helsinki     OMXH-25         1959,14        60,12        +3,2%           0,9 
Kopenhagen   OMXC-20          486,23         6,85        +1,4%          24,7 
Lissabon     PSI 20          4569,04        64,41        +1,4%         -15,7 
Madrid       IBEX-35         6373,40       382,30        +6,0%         -21,1 
Mailand      FTSE-MIB       14124,89       842,34        +6,3%          -6,4 
Moskau       RTS             1369,89       -15,61        -1,1%          -0,9 
Oslo         OBX              396,48         9,32        +2,4%          10,9 
Prag         PX               899,20         9,90        +1,1%          -1,3 
Stockholm    OMXS-30         1081,07        22,97        +2,2%           9,4 
Warschau     WIG-20          2222,64        51,69        +2,4%           3,6 
Wien         ATX             2007,92        62,46        +3,2%           6,1 
Zürich       SMI             6461,54        54,24        +0,8%           8,8 
 
 
DEVISEN  zuletzt  '+/- %  Fr, 8.35 Uhr  Do, 18.00 Uhr 
EUR/USD   1,2382   1,54%        1,2194         1,2151 
EUR/JPY  97,3148   1,97%       95,4320        95,0225 
EUR/CHF   1,2013  -0,02%        1,2015         1,2012 
USD/JPY  78,5915   0,43%       78,2515        78,2450 
GBP/USD   1,5636   0,73%        1,5523         1,5500 
.=== 

Kontakt zum Autor: michael.fuchs@dowjones.com

DJG/mif/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 03, 2012 12:31 ET (16:31 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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