DER AKTIONÄR war bei seiner Vorstellung der Medinavi AG Anfang des Jahres zu
früh. Die Aktie ist im Anschluss deutlich unter die Räder gekommen. Hinter
den Kulissen hat sich in den letzten Monaten dem Vernehmen nach aber einiges
getan. Mittlerweile scheint die Gesellschaft das Ruder noch einmal
herumgerissen zu haben. Auf dem Weg zu einem der Profiteure der
Kostenexplosion im Gesundheitsweisen, ist es zwar noch ein weiter Weg. Doch
nach einer tiefgreifenden Restrukturierung scheint zumindest der Fortbestand
der Gesellschaft gesichert.
Es ist kein Geheimnis: Schöne Zähne gibt es nicht umsonst. Man muss sie
pflegen, behandeln oder erneuern lassen. Das kostet Geld, oft sogar sehr
viel Geld. Ein Preisvergleich im Internet hilft dabei, Kosten zu sparen.
Medinavi ist auf den Betrieb von medizinischen Preisvergleichsportalen
spezialisiert. Beim Autokauf, bei der Anschaffung eines Handys oder
Fernsehgeräts, aber auch beim Buchen einer Urlaubsreise ist es dabei
mittlerweile selbstverständlich, sich im Internet zu informieren, wo es das
gewünschte Produkt am günstigsten gibt. Warum sollte man im Netz nicht nach
einer günstigeren Zahn-Behandlung suchen?
Erfolgreich sparen
Das ruft die Medinavi AG auf den Plan. Die Gesellschaft betreibt über ihre
100-Prozent-Tochter Medikompass GmbH medizinische Preisvergleichsportale wie
www.medikompass.de oder www.zahngebot.de. Beispiel Zahnarzt: Patienten
können auf der Internetplattform die Heil- und Kostenpläne für eine
Behandlung, die sie von der Krankenkasse bekommen haben, einstellen.
Registrierte Zahnärzte geben dann in einer so genannten Rückwärtsauktion
Angebote für die Behandlung ab. Die liegen oft weit unter den
Ursprungskosten. Wie geht das? Kosten sparen kann man bei der Zahnbehandlung
mehrfach: beim Honorar für den Arzt, beim Material und bei den
Laborarbeiten. Im Durchschnitt können die Versicherten Unternehmensangaben
zufolge rund 30 Prozent auf die Gesamtkosten und rund 50 Prozent auf den
Zuzahlungsanteil sparen.
Wieder auf Kurs?
Medinavi hatte die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt und wollte den
Besucherstrom auf seinen Auktionsplattformen signifikant erhöhen. Erste
Krankenkassen haben bei der Versendung ihrer Heil- und Kostenpläne sogar mit
Beilagen-Flyer auf die Möglichkeit des Preisvergleichs bei Medikompass und
Co hingewiesen. Doch die Gesellschaft hat ihre PS in den letzten Monaten
nicht auf die Straße bekommen. Dem Vernehmen nach waren die Strukturen nicht
ausreichend auf das neue Wachstum eingestellt, der eigene Kostenapparat zu
hoch. Aus unternehmensnahen Kreisen ist nun zu hören, dass hinter den
Kulissen ein harter Restrukturierungskurs gefahren wurde. Selbst
Veränderungen auf der Vorstandsebene scheinen nicht ausgeschlossen. Damit
würden sich die Chancen erhöhen, dass die Gesellschaft operativ die Kurve
bekommt - und sich der Aktienkurs wieder stabilisiert.
Mehr Informationen, Nachrichten und Empfehlungen finden Sie im Internet
unter www.deraktionaer.de
+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum
Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS
/ HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter www.deraktionaer.de (END) Dow Jones NewswiresAugust 06, 2012 05:41 ET (09:41 GMT)
früh. Die Aktie ist im Anschluss deutlich unter die Räder gekommen. Hinter
den Kulissen hat sich in den letzten Monaten dem Vernehmen nach aber einiges
getan. Mittlerweile scheint die Gesellschaft das Ruder noch einmal
herumgerissen zu haben. Auf dem Weg zu einem der Profiteure der
Kostenexplosion im Gesundheitsweisen, ist es zwar noch ein weiter Weg. Doch
nach einer tiefgreifenden Restrukturierung scheint zumindest der Fortbestand
der Gesellschaft gesichert.
Es ist kein Geheimnis: Schöne Zähne gibt es nicht umsonst. Man muss sie
pflegen, behandeln oder erneuern lassen. Das kostet Geld, oft sogar sehr
viel Geld. Ein Preisvergleich im Internet hilft dabei, Kosten zu sparen.
Medinavi ist auf den Betrieb von medizinischen Preisvergleichsportalen
spezialisiert. Beim Autokauf, bei der Anschaffung eines Handys oder
Fernsehgeräts, aber auch beim Buchen einer Urlaubsreise ist es dabei
mittlerweile selbstverständlich, sich im Internet zu informieren, wo es das
gewünschte Produkt am günstigsten gibt. Warum sollte man im Netz nicht nach
einer günstigeren Zahn-Behandlung suchen?
Erfolgreich sparen
Das ruft die Medinavi AG auf den Plan. Die Gesellschaft betreibt über ihre
100-Prozent-Tochter Medikompass GmbH medizinische Preisvergleichsportale wie
www.medikompass.de oder www.zahngebot.de. Beispiel Zahnarzt: Patienten
können auf der Internetplattform die Heil- und Kostenpläne für eine
Behandlung, die sie von der Krankenkasse bekommen haben, einstellen.
Registrierte Zahnärzte geben dann in einer so genannten Rückwärtsauktion
Angebote für die Behandlung ab. Die liegen oft weit unter den
Ursprungskosten. Wie geht das? Kosten sparen kann man bei der Zahnbehandlung
mehrfach: beim Honorar für den Arzt, beim Material und bei den
Laborarbeiten. Im Durchschnitt können die Versicherten Unternehmensangaben
zufolge rund 30 Prozent auf die Gesamtkosten und rund 50 Prozent auf den
Zuzahlungsanteil sparen.
Wieder auf Kurs?
Medinavi hatte die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt und wollte den
Besucherstrom auf seinen Auktionsplattformen signifikant erhöhen. Erste
Krankenkassen haben bei der Versendung ihrer Heil- und Kostenpläne sogar mit
Beilagen-Flyer auf die Möglichkeit des Preisvergleichs bei Medikompass und
Co hingewiesen. Doch die Gesellschaft hat ihre PS in den letzten Monaten
nicht auf die Straße bekommen. Dem Vernehmen nach waren die Strukturen nicht
ausreichend auf das neue Wachstum eingestellt, der eigene Kostenapparat zu
hoch. Aus unternehmensnahen Kreisen ist nun zu hören, dass hinter den
Kulissen ein harter Restrukturierungskurs gefahren wurde. Selbst
Veränderungen auf der Vorstandsebene scheinen nicht ausgeschlossen. Damit
würden sich die Chancen erhöhen, dass die Gesellschaft operativ die Kurve
bekommt - und sich der Aktienkurs wieder stabilisiert.
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