Linde
Damit legt Linde für den Ausbau seines Gesundheitsgeschäfts 4,6
Milliarden auf den Tisch, derzeit rund 3,7 Milliarden Euro. Der
Konzern verdoppelt mit der Übernahme seinen Umsatz in der
Healthcare-Sparte auf 2,8 Milliarden Euro und zieht im Geschäft mit
medizinischen Gasen am Erzrivalen Air Liquide
Der Kauf ist eine freundliche Übernahme. Lincare selbst empfahl den Weg unter das Dach der Münchner. Auch die US-Wettbewerbsbehörde stimmte dem Geschäft zu. Die Amerikaner kehren damit zu ihren Wurzeln
zurück: Lincare ging Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem US-Geschäft von Linde hervor. Die Übernahme durch Linde soll nun zügig vollzogen werden. "Wir rechnen damit zeitnah im dritten Quartal", sagte ein Sprecher.
Linde hatte das Milliardengeschäft erst Anfang Juli angekündigt. Die künftige Tochter Lincare machte 2011 einen Umsatz von umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro und beschäftigt etwa 11 000 Mitarbeiter. Linde - vor allem im klassischen Geschäft mit Industriegasen und dem Erdöl- und Gasgeschäft stark - setzt große Hoffnungen auf das Medizingeschäft. Ein Grund: Gerade in den Industrienationen werden die Menschen immer älter, chronische Erkrankungen nehmen zu, Pflege und Medizin werden wichtiger./sbr/DP/wiz
ISIN DE0006483001 FR0000120073
AXC0124 2012-08-08/11:50


