Der Investmentboom in den BRIC-Staaten dauerte zehn Jahre. Nun hat der Erfinder des Begriffs, Jim O'Neill, der Chairman von Goldman Sachs Asset Management, ein neues Trend-Akronym gefunden: MIST.
Die sogenannten MIST-Länder - Mexiko, Indonesien, Südkorea und die Türkei - sind die vier größten Märkte im Goldman Sachs N-11 Equity Fund. Der im Februar aufgelegte Fonds investiert in die Länder, die O'Neill als die "nächsten elf" großen Schwellenländermärkte ansieht. In diesem Jahr hat der Fonds zwölf Prozent zugelegt, verglichen mit einem Plus von 1,5 Prozent im Goldman-Fonds für Brasilien, Russland, Indien und China.
"Wir beobachten jede Woche stetige Zuflüsse in den Next-11-Fonds", erklärte O'Neill in einem Telefoninterview mit Bloomberg News. "Er ist von der Enttäuschung in den USA und besonders den europäischen Märkten sowie den Enttäuschungen in einigen der BRIC-Märkte offensichtlich nicht beeinträchtigt worden."
Die Idee für einen Next-11-Fonds sei ihm auf einer Reise nach China und Südkorea vor zwei Jahren gekommen, erläutert O'Neill. Mit einem solchen Fonds könnten Investoren von Wachstum außerhalb der BRIC-Länder profitieren.
Die Bevölkerungen der elf Länder sind jünger als in den USA und in Europa, zudem wird das Wirtschaftswachstum durch höhere Geburtsraten beflügelt, so dass die Next-11-Länder aus dem Schatten der BRICs heraustreten, bei denen sich das Wachstum abschwächt und Investoren Gelder abziehen.
Die Volkswirtschaften der MIST-Länder haben sich in den vergangenen ...
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