Der Kurs des Euro
Ein Flut an schlechten Nachrichten hatte für den jüngsten Wertverfall der europäischen Währung am Mittwoch gesorgt. Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland und Spanien paarten sich am Mittwoch mit einem verhaltenen Quartalsbericht der Bank of England (BoE). In Deutschland war die Gesamtproduktion im Juni auf Monatssicht um 0,9 Prozent und damit stärker als erwartet gefallen. Und im schwer angeschlagenen Euroland Spanien war im Juni die Industrieproduktion ein Stück weit stärker eingebrochen als befürchtet.
Unterdessen sprach die britische Notenbank von einem ungewöhnlich unsicheren Ausblick für die konjunkturelle Entwicklung des Landes. Nach Einschätzung des geldpolitischen Ausschusses werde es zwei Jahre dauern, bis die britische Wirtschaft wieder "auf Vorkrisen-Niveau wachsen werden". Die Euro-Sorgen befeuerte laut Devisenhändlern zudem die Drohung der Ratingagentur S&P an das finanzgeplagte Griechenland, die Einstufung der Kreditwürdigkeit weiter abzusenken. Die Experten stuften den Ausblick auf "negativ", die aktuelle Einstufung bleibt bei "CCC"./tav/he
ISIN EU0009652759
AXC0277 2012-08-08/20:45