Die Porsche Automobil Holding hat im Rechtsstreit mit Hedgefonds in den USA einen Rückschlag erlitten. Der New York State Supreme Court hat den Antrag der Stuttgarter auf Klageabweisung abgelehnt. 26 Hedgefonds hatten der Holding Betrug und ungerechtfertigte Bereicherung im Zusammenhang mit den Transaktionen der Porsche SE mit Volkswagen-Aktien in 2008 vorgeworfen. Die Hedgefonds sprechen insgesamt von Schäden von mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar, wie die Porsche Automobil Holding SE mitteilte.
Die Porsche SE hält die Klagen der Hedgefonds für rechtlich unzulässig und unbegründet. Zudem sei der New York Supreme Court nicht zuständig für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit der Ansprüche. Die Stuttgarter wollen gegen die Entscheidung des New Yorker Gerichts voraussichtlich in die Berufung gehen, wie es in der Mitteilung der Holding weiter hieß. Zudem soll der Fall in Deutschland geklärt werden, wo einige dieser Fonds bereits gegen die Porsche SE klagen.
Porsche wollte VW ursprünglich schlucken und hatte sich seit 2005 bei dem Wolfsburger Autobauer nach und nach eingekauft. Zudem sicherte sich Porsche mit Optionen ab. Als Porsche dann drei Jahre später die geplante Übernahme des Wolfsburger Autobauers bekannt gab, kletterte der Kurs der VW-Aktie in die Höhe. Investoren verbuchten durch die Kursrally teilweise hohe Verluste. Porsche verdiente dagegen zwischenzeitlich gut an seinen Optionsgeschäften, musste im Zuge der Finanzkrise bei der VW-Übernahme allerdings einen Rückzieher machen, da das Geld ausging. Schließlich übernahm Volkswagen den Sportwagenbauer. Die Porsche Holding bleibt jedoch mit gut der Hälfte der Stimmrechte der bestimmende VW-Aktionär.
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August 09, 2012 00:55 ET (04:55 GMT)
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