Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re ist trotz eines verlustreichen Spartenverkaufs im zweiten Quartal in den schwarzen Zahlen geblieben. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 83 Millionen US-Dollar nach 960 Millionen Dollar Gewinn ein Jahr zuvor, wie der Munich-Re-Konkurrent am Donnerstag in Zürich mitteilte. Dabei schlug der Verkauf des US-amerikanischen Admin-Re-Geschäfts negativ zu Buche. Bei der Trennung von der Sparte musste die Swiss Re einen Verlust von einer Milliarde Dollar hinnehmen. Analysten hatten für das Quartal daher sogar insgesamt mit roten Zahlen gerechnet.
Dass es besser lief, verdankte die Swiss Re auch dem Ausbleiben größerer Naturkatastrophen. Schwerster Schaden war das Erdbeben in Norditalien im Mai, das die Schweizer nach bisheriger Schätzung 112 Millionen Dollar kostete. Die Prämieneinnahmen reichten daher aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich dennoch um mehr als vier Prozentpunkte auf 85,7 Prozent, da der Bereich Unternehmenslösungen für Tornado- und Feuerschäden geradestehen musste. Die verdienten Prämien legten konzernweit um fast 14 Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar zu./stw/fbr
ISIN CH0126881561
AXC0033 2012-08-09/07:40
