Von Heide Oberhauser-Aslan
Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum hat in der ersten Jahreshälfte auch operativ deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBIT) fiel um ein Viertel auf 76,8 Millionen Euro. Die Erlöse konnte der in Bad Neustadt/Saale beheimatete Konzern im Halbjahr dank Zukäufen noch um 7 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro steigern.
Die ins Visier von Fresenius geratene Klinikkette hatte bereits Ende Juli einen drastischen Rückgang des Konzerngewinns im ersten Halbjahr auf 50 Millionen Euro, nach 84 Millionen Euro im Vorjahr angekündigt und auch die Jahresergebnisprognose gekappt. Belastet haben den Konzern neben der beabsichtigen Übernahme durch Fresenius, die für Unruhe im Konzern gesorgt hatte, auch die zuletzt erzielten hohen Tarifabschlüsse. Größtes Sorgenkind ist nach wie vor die Uniklinik-Gießen-Marburg, deren Restrukturierung ins Stocken geraten ist.
Nach wie vor nicht absehbar seien die Folgen aus dem gescheiterten Übernahmeangebot von Fresenius, erklärte der Konzern. Weitere Belastungen wollte Rhön-Klinikum hier nicht ausschließen.
Das EBITDA-Prognose für 2012 nahm Rhön-Klinikum Ende Juli um 35 Millionen Euro zurück. Erwartet werden im Gesamtjahr nun nur noch 315 Millionen Euro. Das Konzerngewinnziel wurde um 28 Millionen Euro auf 117 Millionen Euro gekürzt. Abweichungen um 5 Prozent nach oben oder unten sind bei den Ergebnisprognosen weiterhin möglich Die Umsatzprognose von 2,85 Milliarden Euro plus/minus 2,5 Prozent wurde erneut bestätigt.
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August 09, 2012 01:16 ET (05:16 GMT)
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