Von Eric Morath und Jeffrey Sparshott
WASHINGTON (Dow Jones)--Der gesunkene Ölpreis hat das Handelsbilanzdefizit der USA im Juni unerwartet deutlich fallen lassen. Wie das Handelsministerium mitteilte, wies die Handelsbilanz ein Defizit von nur 42,92 Milliarden US-Dollar auf. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten ein Minus von 47,60 Milliarden prognostiziert. Im Vormonat hatte das Defizit nach revidierten Angaben 48,04 Milliarden Dollar betragen. Vorläufig ein Minus von 48,68 Milliarden Dollar genannt worden war.
An den Finanz- und Devisenmärkten wird der Fehlbetrag in der US-Handels- und Leistungsbilanz mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Zur Finanzierung der Defizite benötigen die USA große Kapitalzuflüsse aus dem Ausland. Sollten diese Zuströme ausbleiben, droht eine Dollar-Abwertung mit entsprechenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft.
Die Exporte stiegen um 0,9 Prozent auf 184,97 Milliarden Dollar, während die Importe um 1,5 Prozent auf 227,90 Milliarden fielen. Im Handel mit China verzeichneten erhöhte sich das Defizit der USA um 5,2 Prozent auf 27,40 Milliarden Dollar, während sich das mit dem Euroraum um 18 Prozent 7,01 Milliarden Dollar verringerte.
Für Ölimporte bezahlten die USA im Berichtsmonat 26,38 Milliarden Dollar, nach 29,38 Milliarden Dollar im Vormonat. Der durchschnittliche Preis für ein Barrel Öl verringerte sich um 7,78 Dollar auf 100,13. Zudem fiel das Volumen der Öleinfuhren um 8,9 Millionen Barrel auf 263,44.
Das reale US-Handelsbilanzdefizit, das Ökonomen verwenden, um den Einfluss des Außenhandels auf das Bruttoinlandsprodukt abzuschätzen, verringerte auf 44,20 von 47,74 Milliarden Dollar.
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August 09, 2012 08:45 ET (12:45 GMT)
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