Angesichts wachsender Konjunktursorgen
ist der Eurokurs
"Die wirtschaftliche Schwäche der Eurozone ist wieder stärker in den Blick der Märkte gerückt", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der BHF-Bank. Es handle sich eher um eine allgemeine Skepsis, die nach der positiven Stimmung der vergangenen Tage wieder zurückkehre. So haben die von der EZB befragten Experten ihre Erwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung weiter gesenkt. Die Hauptgründe für die Abwärtsrevisionen der Prognosen waren die Haushaltskonsolidierungen in einigen Euro-Ländern und die höhere Unsicherheit im Zusammenhang mit der Lösung der Staatsschuldenkrise. Auch der Wirtschaftsklimaindikator des Ifo-Instituts für die Eurozone hatte sich wegen der Krise im dritten Quartal merklich eingetrübt.
"Diese Meldungen haben sich in das skeptische Gesamtbild eingefügt", sagte Rieke. Ansonsten habe es aber wenige fundamentale Nachrichten gegeben. "Zudem ist derzeit das politische Geschehen angesichts der Sommerferien etwas in den Hintergrund getreten." Daher erhalte der Euro auch kaum Unterstützung durch Aussagen von Notenbankern oder Politikern. Spätestens am Ende des Monats dürften die Akteure der Eurozone wieder stärker in den Fokus geraten, erwartet Rieke.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse
für einen Euro auf 0,78710 (0,78880) britische Pfund
ISIN EU0009652759
AXC0250 2012-08-09/16:41