Von Nektaria Stamouli
ATHEN--In der griechischen Regierung regt sich Widerstand gegen die Arbeitsmarktreform im öffentlichen Dienst. Justizminister Antonis Roupakiotis hat sich in einem Radiointerview dagegen ausgesprochen, tausende Beamte in einen speziellen Arbeitskräftepool auszulagern und schlechter zu bezahlen. "Das ist ein Sparpaket, das zu nichts führt", sagte Roupakiotis dem lokalen Sender Vima FM. Es sei ineffektiv und Gerichte hätten bereits festgestellt, dass es in großen Teilen verfassungswidrig sei.
Die griechische Regierung sucht händeringend nach Sparmöglichkeiten, um im Haushaltsentwurf für die nächsten beiden Jahre weitere 11,5 Milliarden Euro zu streichen. Nach den Worten des Finanzministers fehlen aber noch zwischen 3,5 und 4 Milliarden Euro. Das soll unter anderem durch die Kürzungen bei den Beamtengehältern erreicht werden, die vor allem vom kleinsten Koalitionspartner im Regierungsbündnis, der demokratischen Linken (Dimar), bekämpft wird.
Ministerpräsident Antonis Samaras versuchte am Mittwoch, etwas Druck von der Sache zu nehmen. "Wir schauen uns alle Optionen an", sagte der Premier. Regierungsvertreter haben inzwischen angedeutet, dass die geplanten Kürzungen noch etwas gemildert werden könnten.
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August 09, 2012 13:56 ET (17:56 GMT)
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