Die Hoffnungen auf einen Sprung über die 7000er Marke waren groß. Doch die Anleger wurden bitter enttäuscht. Schwache Handelsdaten aus China drückten den Dax zum Wochenende ins Minus.
Nach zwei Tagen ohne klare Tendenz ist der Dax am Freitag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Marktexperten verwiesen auf schwache Konjunkturdaten aus China, die auf die Kurse an den europäischen Börsen gedrückt hätten. Am Nachmittag belastete Händlern zufolge zusätzlich, dass die chinesische Notenbank das Zeitfenster für eine mögliche weitere Senkung des Mindestreservesatzes ungenutzt verstreichen ließ. Der deutsche Leitindex sank um 0,29 Prozent auf 6944 Punkte. Auf Wochensicht steht aber immer noch ein Plus von knapp einem halben Prozent zu Buche. Der MDax verlor 0,11 Prozent auf 10 052 Punkte, und der TecDax gab um 0,45 Prozent auf 782 Punkte nach.
Angesichts der aktuellen Daten zum Außenhandel nehme die Sorge zu, dass die chinesische Wirtschaft weiter an Dynamik verliere, sagte Analyst Dirk Gojny von der National-Bank. Analyst Werner Bader von der Landesbank Baden-Württemberg sprach von einer Fortsetzung des jüngsten Konsolidierungskurses. Laut Lars Kremkow, Marktstratege bei Activtrades, "sieht es so aus, als hätten sich die Marktteilnehmer darauf geeinigt, richtungsweisende Entscheidungen im Dax erst in der kommenden Woche zu klären".
In Europa und in den USA setzen Investoren weiter auf billiges Geld von den Zentralbanken, um die maue Wirtschaft wieder anzukurbeln. Seit EZB-Chef Mario Draghi vor gut zwei Wochen ein stärkeres Eingreifen in der Euro-Schuldenkrise signalisiert hat, ist der Dax um knapp acht Prozent gestiegen. Zeitweise hatte er sich ...
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