Die Unsicherheit an den Märkten mache es Investoren zurzeit sehr schwierig, so Mogavero: "Das Handelsvolumen ist sehr gering, auch global gesehen. Momentan wird sehr kurzzeitig gehandelt." In dieser Woche werden Daten zum Arbeitsmarkt veröffentlicht. Mogavero glaubt, dass diese die Märkte nur beeinflussen, wenn es eine Überraschung gibt: "Um diese Rallye fortzusetzen, muss sich der Jobmarkt schon wesentlich verbessern. Wenn die Zahlen schlecht ausfallen, werden die Märkte schneller wieder runtergehen." Die Marktkennerin erwartet außerdem einen schwächeren Einzelhandel durch Sandy: "Die Händler haben zwar gesagt, dass sie gute Umsätze an Thanksgiving gemacht haben, aber ich glaube da wird man trotzdem einen Einfluss sehen. Sandy hat die Ostküste stark getroffen. Der Schaden liegt in Milliardenhöhe. Das wird noch eine Weile dauern bis wir uns davon erholt haben. Für die betroffenen Familien wird Shopping nicht die Priorität sein in diesem Jahr. Das wird der Branche ein bisschen an Biss nehmen." Mit Blick auf diese Woche hänge alles von den Schlagzeilen ab: "Wir gehen auf das Jahresende zu. Wir werden eine große Volatilität erleben. Der große Kauf fand ja schon nach den Wahlen statt", analyisiert Doreen Mogavero in Inside Wall Street die Lage an den Märkten.
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.
Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.
Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.
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