werde, um die Wirtschaft zusätzlich zu stützen. Denn im Zuge der Berichtssaison für das zweite Quartal konnte eine Reihe von Unternehmen positiv überraschen. Die starken Kursgewinne der vergangenen Wochen sind aber vor allem auch auf das im Umlauf befindliche "billige" Geld und die Hoffnung auf weitere stützende Maßnahmen der Notenbanken zurückzuführen. Da jedoch die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA größtenteils besser ausfielen, als Analysten dies erwartet hatten, könnte Fed-Chef Ben Bernanke möglicherweise vorerst von weiteren Geldspritzen absehen.
Am Nachmittag stehen die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe auf dem Programm. Außerdem warten die Marktteilnehmer
gespannt auf den aktuellen Stand des Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia, der um 16 Uhr veröffentlicht wird. Der DAX bewegte sich am Vormittag kaum. Das deutsche Börsenbarometer notierte bei 6.946 Zählern auf dem Niveau den gestrigen Schlusskurses.
Der Euwax Sentiment Index lag am Vormittag im Hoch bei plus 73,0 Punkten. Es waren überwiegend Call-Optionsscheine und Long-Zertifikate auf den DAX
gesucht.Die Mehrheit der aktiven Derivateanleger glaubt also offenbar daran, dass sich der deutsche Leitindex im Tagesverlauf wieder etwas näher an die
7.000-Punkte-Marke heranpirschen werde.
Die Infineon-Aktie gehört heute zu den stärksten Gewinnern im DAX. Die profitiert von einem positiven Ergebnis des US-Konkurrenten Cisco Systems. Dabei wird dort nun auch über eine Anhebung der Dividende spekuliert. Die K+S-Aktie klettert nach positiven Analystenkommentaren. Die Experten der LBBW hoben das Kursziel von 44 auf 46 Euro an und bestätigten ihre Kaufempfehlung. Die Kollegen von Barclays nahmen ihre Bewertung
mit der Einschätzung "übergewichten "auf und legten ihr Kursziel auf 48 Euro fest. An der Euwax waren daraufhin Calls gesucht.
Bei Facebook läuft heute die erste Haltefrist für Frühinvestoren aus. Viele Experten befürchten, dass nun Millionen von Aktien auf den Markt geschwemmt
werden könnten. Darüber hinaus hätten sich bereits eine große Anzahl von "Short-Sellern"positioniert. Nach Angaben des Wall Street Journal - unter
Berufung auf den Datenanbieter Markit - seien davon 97 Millionen Facebook-Aktien betroffen. An der Börse Stuttgart waren deswegen heute eine Reihe von
Bear-Zertifikaten und Put-Optionsscheinen gesucht.


