Die Deutsche Lufthansa kann erst einmal aufatmen. Die Flugbegleiter verzichten vorerst auf einen Streik. Sie wollen sich am Verhandlungstisch einigen und warten auf ein verbessertes Angebot von Deutschlands größter Airline. Die bisherige Offerte sei nicht akzeptabel, sagte UFO-Verhandlungsführer Dirk Vogelsang. "Wir erwarten das (neue) Angebot bis spätestens Mittwoch." Bis Ende nächster Woche sei dann mit einer endgültigen Entscheidung in den Tarifverhandlungen zu rechnen, fügte er hinzu.
Von dem neuen Vorschlag der Lufthansa wird es abhängen, ob die Flugbegleiter weiterverhandeln und einen Kompromiss finden oder die Gespräche offiziell als gescheitert bezeichnen und einen Arbeitskampf einleiten.
Am Donnerstag hatten die Tarifpartner einen ganzen Tag lang zusammen gesessen und über das erste Angebot der Airline gesprochen. Eine Einigung gab es aber nicht.
Im April hatte die Flugbegleitergewerkschaft UFO für rund 18.000 Lufthansa-Flugbegleiter 5 Prozent mehr Gehalt gefordert. Abgesehen von Forderungen nach mehr Gehalt wehrt sich die Gewerkschaft insbesondere gegen die dauerhafte Beschäftigung von Leiharbeitern und die Auslagerung von Mitarbeitern in Tochtergesellschaften mit geringeren Tarifstrukturen. Damit ist sie allerdings schon jetzt zumindest teilweise gescheitert. In ihren Berliner Maschinen beschäftigt die Lufthansa seit kurzem Mitarbeiter eines Personaldienstleisters, die geringere Gehaltsansprüche als die Konzernmitarbeiter haben.
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August 17, 2012 07:49 ET (11:49 GMT)
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