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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

MÄRKTE AKTUELL (18.15 Uhr)

INDEX                  Stand      +-% 
Euro-Stoxx-50       2.471,53   +0,61% 
Stoxx-50            2.576,35   +0,29% 
DAX                 7.040,88   +0,64% 
FTSE                5.852,42   +0,31% 
CAC                 3.488,38   +0,23% 
DJIA               13.266,47   +0,12% 
S&P-500             1.416,51   +0,07% 
Nasdaq-Comp.        3.070,02   +0,25% 
Nasdaq-100          2.776,63   +0,31% 
Nikkei-225          9.162,50   +0,77% 
EUREX                  Stand  +-Ticks 
Bund-Future           142,13   +51 
 
 

FINANZMARKT USA

Die US-Aktienmärkte treten auf der Stelle. Die Konjunkturdaten des Tages - der Index der Frühindikatoren und der Index für die Verbraucherstimmung der Uni Michigan - waren besser als erwartet und damit zwar gut genug, um Hoffnungen auf neuerliche quantitative Lockerungen der US-Notenbank zu zerschlagen, aber nicht gut genug, um den Markt nach oben zu treiben. Am Anleihemarkt steigen die Notierungen trotz der guten Konjunkturdaten leicht. Die Rendite zehnjähriger Treasurys fällt auf 1,80 Prozent. Der Dollar hat in Reaktion auf die Daten zugelegt. Zeitweise mussten weniger als 1,23 Dollar für einen Euro gezahlt werden. Aktien von Molycorp (-9,6 Prozent) leiden unter der Herabstufung durch die Ratingagentur Moody's auf "Caa1" und unter einem kritischen Kommentar der Analysten von Dahlman Rose zur geplanten Kapitalmaßnahme. Enttäuschende Geschäftszahlen drücken den Kurs von Marvell Technology um 16 Prozent. Dagegen haben Gap, Ann Inc und Foot Locker überraschend gute Quartalszahlen vorgelegt. Gap steigen um 4,6 Prozent, Ann um 18,5 Prozent und Foot Locker um 2,8 Prozent.

FINANZMÄRKTE EUROPA

Aussagen von Bundeskanzlerin Merkel, die sich während ihres Besuchs in Kanada zum Euro bekannte, und die guten US-Konjunkturdaten haben den europäischen Aktienmärkten Auftrieb gegeben. Offenbar stemme sich Deutschland doch nicht gegen den Kauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank, kommentierte das Brokerhaus Alpari UK die Aussagen der Kanzlerin. Gesucht waren europaweit vor allem Bankenwerte. Deutsche Bank stiegen um 3,5 Prozent, Societe Generale um 2,9 Prozent und UniCredit um 1,5 Prozent. In Mailand ragten Banca Monte dei Paschi mit einem Plus von 17,6 Prozent heraus. Aussagen von Chairman Profumo hatten Hoffnungen auf den Einstieg eines Investors geweckt. Das Nachsehen in einem risikofreudigeren Markt hatten defensive Sektoren wie Pharma. Sanofi fielen um 2,2 Prozent und Bayer um 0,9 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN  zuletzt  '+/- %  Fr, 8.05 Uhr  Do, 18.00 Uhr 
EUR/USD   1,2318  -0,28%        1,2352         1,2357 
EUR/JPY  97,9498  -0,07%       98,0172        97,9450 
EUR/CHF   1,2010   0,01%        1,2009         1,2009 
USD/JPY  79,5370   0,22%       79,3600        79,2550 
GBP/USD   1,5698  -0,09%        1,5712         1,5739 
 
 

FINANZMÄRKTE OSTASIEN

Bundeskanzlerin Merkel hat mit ihren Äußerungen während ihres Kanada-Besuches die Finanzmärkte in Asien gestützt. Ähnlich wie vor einiger Zeit schon EZB-Präsident Mario Draghi sagte sie, dass sich Deutschland verpflichtet fühle, alles Mögliche für den Erhalt der Gemeinschaftswährung zu tun. Dies stärkte die Hoffnung, dass die Probleme der Euro-Krise letztlich gelöst werden könnten. Zudem verhalfen gute Vorgaben von der Wall Street sowie der weiterhin etwas schwächere Yen den meisten Börsen zu Aufschlägen. In Tokio kletterte der Nikkei um 0,8 Prozent auf ein Dreimonatshoch. Auch in China und Australien ging es weiter aufwärts, während die Börse in Seoul leicht im Minus schloss.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR

Streik der Lufthansa-Flugbegleiter vorerst vom Tisch

Die Zitterpartie bei der Deutschen Lufthansa geht weiter. Ein sofortiger Streik des Kabinenpersonals ist zwar vom Tisch. Kommende Woche dürfte es aber schon wieder kritisch werden. Die Lufthansa will am Mittwoch ein neues Angebot vorlegen und am Freitag soll mit der Gewerkschaft der Stewards und Stewardessen wieder verhandelt werden. Obwohl die Fronten verhärtet sind, gibt es aber etwas Hoffnung. Die Ausgangsbedingungen für eine Einigung sind besser, da besonders kritische Themen aus den Verhandlungen ausgeklammert worden sind.

Bankenverband fordert Regulierung aller Banken durch EZB

Ungewöhnlich sind die Töne, die der Bundesverband deutscher Banken (BdB) zu einer einheitlichen Bankenregulierung anschlägt. "Alle Kreditinstitute im Euroraum sollten der EZB-Aufsicht unterliegen, unabhängig von ihrer Größe", fordert Andreas Schmitz, Präsident des Bankenverbandes. Sollten nicht alle gleich reguliert werden, gäbe es ein "Zwei-Klassen-Recht", glaubt er. Bei seinen Kollegen von den Sparkassen und Volksbanken dürfte er sich mit den Äußerungen nicht beliebt machen.

Spanische Banken sitzen auf faulen Krediten in Rekordhöhe

Die faulen Kredite, die in den Bilanzen der spanischen Banken schlummern, sind im Juni auf einen Rekordstand gestiegen, während die Spareinlagen schrumpften, weil viele Bürger auf ihre Notgroschen zurückgreifen müssen, um angesichts der tiefen Rezession über die Runden zu kommen. Wie die spanische Notenbank berichtete, kletterten die faulen Kredite im Juni um 8,4 Milliarden Euro auf 164,4 Milliarden Euro und machten damit 9,4 Prozent der gesamten ausstehenden Kredite aus. Im Mai hatte diese Quote 9,0 Prozent betragen.

DJG/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 17, 2012 12:17 ET (16:17 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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