
Brentöl wird derzeit bei etwa 114 Dollar je Barrel gehandelt. "Auf der einen Seite die niedrigen Lagerbestände, auf der anderen Seite der niedrige Euro/Dollar-Kurs," erklärt Erhard Salchenegger von SE-Invest die Gründe für den starken Anstieg beim Öl. Die verhaltene Nachfrage und das Überangebot dürften nicht zu höheren Preisen führen, niedrigere Preise wird es jedoch auch nicht geben - dafür sorgen die Angebotsausfälle in der Nordsee und die geopolitischen Spannungen im Nahen und Mittleren Osten. "Dazu kommt auch, dass die Notenbanken die Märkte aktuell mit Liquidität fluten."
Gasöl kletterte auf ein 3-Monatshoch von 54,7 Tausend Kontrakten. Die Anleger sehen also größeres Aufwärtspotenzial bei den Preisen für Mitteldestillate, was in der Lagerentwicklung in den USA zum Ausdruck kommt. Dort befinden sich die Destillatevorräte aktuell 17 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, während die Rohölbestände 8 Prozent darüber liegen, schreibt die Commerzbank in ihrem aktuellen Rohstoffbericht.
Welche weitere Entwicklung Rohstoff-Experte Erhard Salchenegger vom Ölpreis erwartet - das erfahren Sie hier im Interview.