Die geplante Fusion des
Flugzeugbauers EADS mit dem britischen
Rüstungskonzern BAE Systems könnte nach
"Spiegel"-Informationen an europäischem Recht scheitern. Das habe
die Prüfung des Übernahmeplans durch das Bundeskanzleramt ergeben,
berichtete das Nachrichtenmagazin unter Bezug auf einen mit den
Verhandlungen Vertrauten. Es gehe dabei um eine sogenannte goldene
Aktie, die EADS jeweils der deutschen, französischen und britischen
Regierung anbietet, um ihnen ein Einspruchsrecht bei wichtigen
Konzernentscheidungen zu sichern. Doch erlaube die EU goldene Aktien
lediglich für die Rüstungssparte, wo es darum gehe, nationale
Sicherheitsinteressen zu wahren.
Die EU-Kommission muss als Kartellbehörde größere Fusionen in
Europa genehmigen. Offiziell hat sich die Behörde bislang noch nicht
zu dem Fall geäußert, der noch gar nicht in Brüssel angemeldet
wurde. Aus Kommissionskreisen verlautete, dass die Auswirkungen auf
den Wettbewerb entscheidend bei der Prüfung sein würden./mt/DP/she
ISIN NL0000235190 GB0002634946
AXC0008 2012-09-16/14:41