Ulm (ots) - Zuerst Hausaufgaben machen
Mit Wucht scheint die Euro-Krise zurückzukommen: Der Dauer-Pleitekandidat Griechenland benötigt noch mehr Geld. Spanien kann sich immer noch nicht zu einem Hilfsantrag beim Euro-Rettungsschirm durchringen, und nun deutet die Regierung in Portugal teilweise einen Rückzieher ihrer Sparbemühungen an. Man darf gespannt sein, wie die europäischen Finanzmärkte in dieser Woche auf diese Nachrichten reagieren werden. In den vergangenen Wochen schien das Thema Euro-Krise an Brisanz verloren zu haben. Da wirkte das Urteil des Bundesverfassungsgerichts beruhigend, das die deutsche Beteiligung am Euro-Rettungsschirm ESM unter Auflagen erlaubte. Zudem signalisierte die Europäische Zentralbank, dass sie notfalls flankierend unbegrenzt Staatsanleihen kriselnder Länder kaufen würde. Damit war klar: Die Euro-Zone verfügt über genügend finanzielle Mittel, um Attacken der Finanzmärkte auf einzelne Länder abzuwehren. Doch politisch ist keine Ruhe eingekehrt. Zweifelsohne stehen die Regierungen der Krisenländer unter dem Druck von Protesten. Doch darüber dürfen sie nicht vergessen, dass das Geld aus dem ESM nicht ihre Probleme löst. Es verschafft ihnen nur mehr Zeit, Reformen umzusetzen. Bevor nun über eine Aufstockung des ESM nachgedacht wird, müssen die Krisenländer ihre Hausaufgaben erledigen. Das sind sie Geberländern wie Deutschland schuldig.
Originaltext: Südwest Presse Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59110 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59110.rss2
Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218
Mit Wucht scheint die Euro-Krise zurückzukommen: Der Dauer-Pleitekandidat Griechenland benötigt noch mehr Geld. Spanien kann sich immer noch nicht zu einem Hilfsantrag beim Euro-Rettungsschirm durchringen, und nun deutet die Regierung in Portugal teilweise einen Rückzieher ihrer Sparbemühungen an. Man darf gespannt sein, wie die europäischen Finanzmärkte in dieser Woche auf diese Nachrichten reagieren werden. In den vergangenen Wochen schien das Thema Euro-Krise an Brisanz verloren zu haben. Da wirkte das Urteil des Bundesverfassungsgerichts beruhigend, das die deutsche Beteiligung am Euro-Rettungsschirm ESM unter Auflagen erlaubte. Zudem signalisierte die Europäische Zentralbank, dass sie notfalls flankierend unbegrenzt Staatsanleihen kriselnder Länder kaufen würde. Damit war klar: Die Euro-Zone verfügt über genügend finanzielle Mittel, um Attacken der Finanzmärkte auf einzelne Länder abzuwehren. Doch politisch ist keine Ruhe eingekehrt. Zweifelsohne stehen die Regierungen der Krisenländer unter dem Druck von Protesten. Doch darüber dürfen sie nicht vergessen, dass das Geld aus dem ESM nicht ihre Probleme löst. Es verschafft ihnen nur mehr Zeit, Reformen umzusetzen. Bevor nun über eine Aufstockung des ESM nachgedacht wird, müssen die Krisenländer ihre Hausaufgaben erledigen. Das sind sie Geberländern wie Deutschland schuldig.
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