München (BoerseGo.de) - Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" hat die Münchner Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Insiderhandel mit Aktien von Solar Millennium eingeleitet. Demnach sollen drei Aktienhändler frühzeitig von der bevorstehenden Berufung von Utz Claassen im Dezember 2009 zum Vorstandschef gewusst und dies für eigene Geschäfte mit dem Papier missbraucht haben. Insgesamt sollen die drei Insider gut 3 Millionen Euro investiert und dank Kurssteigerungen vor und nach der Berufung von Claassen zwischenzeitlich rund 2,5 Millionen Euro Gewinn gemacht haben.
Claassen, der zuvor Konzernchef beim Energieversorger EBW war und als Top-Manager galt, schied bereits nach wenigen Wochen enttäuschend wieder aus dem Unternehmen aus. Sollte sein Name aber für solche Geschäfte missbraucht worden sein, dann wäre dies aus seiner Sicht "an Perfidie und Abscheulichkeit kaum zu überbieten", lässt Claassen über seinen Anwalt verlauten.
