Von Peter Evans
LONDON--EADS-Chef Tom Enders fordert die Politik zu einer schnellen Entscheidung über die Fusion mit dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems auf. "Die nächsten zehn Tage sind entscheidend", sagte Enders in London. Zwar rechne er weiterhin damit, dass bis zu der Frist am 10. Oktober eine Einigung erzielt wird. Enders warnte aber auch davor, dass die Verhandlungen mit den Regierungen nach wie vor schwierig sind. Die Komplexität der Gespräche sei erheblich.
Wegen des Tauziehens um nationale Interessen steht der Zusammenschluss auf wackligen Füßen. Die beteiligten Länder - Frankreich, Deutschland und Großbritannien - fürchten um den Verlust von Arbeitsplätzen und um Einfluss bei dem strategisch wichtigen Konzern. Laut britischen Finanzmarktbestimmungen müssen die beiden Konzerne bis kommende Woche Mittwoch einen Fusionsplan vorlegen oder aber eine Fristverlängerung beantragen.
Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS, der hauptsächlich in Deutschland und Frankreich angesiedelt ist, will mit BAE Systems einen britisch-französisch-deutschen Gegenspieler zum US-Rivalen Boeing aufbauen. EADS braucht dafür die Zustimmung der beteiligten Länder.
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October 02, 2012 02:24 ET (06:24 GMT)
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