Basel (awp) - Der Pharmakonzern Novartis hat sich im dritten Quartal 2012 entsprechend den Erwartungen des Managements entwickelt; folglich wurde auch der Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. Der Nettoumsatz sank im Vergleich zu der Vorjahresperiode um 7% auf 13,81 Mrd USD. Zu konstanten Wechselkursen betrug der Rückgang 2%. Neben dem negativen Wechselkurseinfluss haben sich Patentverluste, insbesondere für den Blutdrucksenker Diovan, sowie Umsatzrückgänge bei Sandoz und Consumer Health negativ ausgewirkt.
Das operative Ergebnis stieg indessen um 3% auf 3,03 Mrd USD (+5% zu konstanten Wechselkursen, kWk); der Reingewinn verharrte auf 2,48 Mrd (+2% zu kWk), entsprechend einem Gewinn je Aktie von 1,01 USD (-1%; +2% zu kWk). Der Free-Cash-Flow sank um 5% auf 3,50 Mrd, teilte der Konzern am Donnerstag mit.
Das operative Kern-Ergebnis wird mit 3,89 Mrd (-5%; -3% zu kWk) ausgewiesen. Der Kern-Reingewinn erreichte 3,26 Mrd (-8%, -6% zu kWk) oder 1,34 USD je Aktie. Die "Kern"-Zahlen sind bereinigt um Akquisitions- und weitere bedeutende Sondereffekte.
Mit dem ausgewiesenen Zahlenset hat Novartis die Markterwartungen ausser beim Umsatz übertroffen bzw. erfüllt. Analysten haben im Vorfeld gemäss AWP-Konsens mit einem Umsatz von 14,05 Mrd USD, davon 7,87 Mrd aus dem Pharmageschäft gerechnet. Die Prognosen für den Kern-EBIT lauteten auf 3,80 Mrd. Der Kern-Reingewinn wurde bei 3,26 Mrd und Kern-Gewinn je Aktie bei 1,34 USD erwartet.
"Der Nettoumsatz von Novartis war vom Ablauf des Patentschutzes für Diovan sowie einem Umsatzrückgang bei Sandoz und Consumer Health beeinträchtigt, aber unsere neu eingeführten Produkte entwickeln sich gut und erwirtschaften heute 29% des Konzernumsatzes", wird CEO Joseph Jimenez in der Mitteilung zitiert. Die Division Pharmaceuticals habe auch in diesem Quartal solide Ergebnisse vorzuweisen. Mit Neuzulassungen für Produkte wie Afinitor gegen fortgeschrittenen Brustkrebs, dem jüngsten EU-Zulassungsantrag für QVA149 gegen COPD und vielversprechenden Neuigkeiten in der Behandlung von Herzinsuffizienz habe der Konzern die hervorragenden Leistungen im Innovationsbereich fortgesetzt, heisst es weiter. "Ich bin davon überzeugt, dass sich diese positiv auf die langfristigen Wachstumsaussichten des Unternehmens auswirken", so der CEO.
Im Weiteren hat das Management den Ausblick für das Geschäftsjahr 2012 bestätigt. Auf Konzernebene rechnet Novartis so bei konstanten Wechselkursen mit einem Nettoumsatz auf dem Niveau des Jahres 2011. Die operative Kerngewinnmarge werde dagegen leicht unter dem Wert des Vorjahres ausfallen.
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