Von Heide Oberhauser-Aslan
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hält trotz konjunkturellem Gegenwind weiter Kurs auf seine Jahresprognosen. Zwar ist wie erwartet eine Belebung in den Chemiegeschäften im dritten Quartal ausgeblieben. Höhere Mengen und Preise in der Öl- und Gassparte und ein florierendes Pflanzenschutzgeschäft haben aber den deutlichen Gewinnrückgang in den Chemiesparten kompensieren können. Dabei kommt BASF vor allem die höhere Erdölförderung in Libyen zugute. Im Vorjahr war die Produktion wegen des Bürgerkriegs von Februar bis Oktober eingestellt worden.
Im dritten Quartal kletterten die Konzernerlöse vor allem mengenbedingt um 8 Prozent auf 19 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (vor Sondereinflüssen) legte um 5,4 Prozent auf gut 2 Milliarden Euro zu. Höhere Beiträge der Segmente Öl und Gas sowie Pflanzenschutz konnten das niedrigere Ergebnis in den klassischen Chemiegeschäften mehr als ausgleichen. Der Nettogewinn schrumpfte dennoch um 21 Prozent auf 946 Millionen Euro. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass das Ölgeschäft in Libyen mit hohen Sondersteuern belastet ist und diese Aktivitäten daher unterm Strich nur einen moderaten Ergebnisbeitrag liefern.
An seinen Jahresprognosen hält der DAX-Konzern fest. BASF rechnet nach wie vor mit mehr Umsatz und Betriebsgewinn. Die Prognose wird hauptsächlich von der Wiederaufnahme der Erdölproduktion in Libyen gestützt sowie florierenden Pflanzenschutzgeschäft. Beim Ergebnis in den Chemiegeschäften rechnet BASF dagegen weiterhin mit einem Rückgang im Vorjahresvergleich. Im vierten Quartal rechnet BASF nicht mehr mit einer Belebung des weltweiten Wirtschaftswachstums und der Nachfrage im Chemiegeschäft.
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October 25, 2012 01:17 ET (05:17 GMT)
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