Fachlich sei Wilhelm sicherlich für den Intendantenposten geeignet, sagte der FDP-Medienpolitiker: "Ob das auch hinsichtlich seiner Staatsferne gilt, muss geklärt werden." Müller-Sönksen forderte, die Gremien des Bayerischen Rundfunks müssten die Angelegenheit "umgehend, falls erforderlich in einer Sondersitzung" aufklären. Notfalls müssten auch Konsequenzen gezogen werden. Hintergrund sind Berichte darüber, dass die Sprecherin des damaligen bayerischen Umweltministers Markus Söder, Ulrike Strauß, sich im März vorigen Jahres mit kritischen Bemerkungen an den Bayerischen Rundfunk gerichtet hatte, nachdem dieser in einem Beitrag Söders Einschätzung der Sicherheit des bayerischen Atomkraftwerks Isar I thematisiert hatte.
Vor der Atomkatastrophe von Fukushima hatte Söder das Kraftwerk als sicher bezeichnet, anschließend nicht mehr.