Ulm (ots) - Taktik der Verschleierung
Ungeheuerlich, aber wahr. Jahrzehntelang hat der Staat fleißig verbeamtet und ein Heer von Staatsdienern geschaffen. Politiker aller Couleur sahen jedoch keinen Anlass, ausreichend Rücklagen für deren Altersversorgung zu schaffen. Die weitverbreitete Unart, auf vorhersehbare Entwicklungen nicht zu reagieren und die Dinge stattdessen auf die lange Bank zu schieben, dürfte sich in absehbarer Zeit auch hier bitter rächen. Die Pensionslasten werden vor allem in den Länderhaushalten immer weniger Geld für anderes lassen. Umso befremdlicher mutet die Botschaft aus dem SPD-geführten Finanzministerium an: Statt die Bürger ehrlich mit den Folgen einer fehlgeleiteten Politik zu konfrontieren, wird das Problem weiter heruntergespielt und verschleiert. Den Menschen soll gar weisgemacht werden, Rentner seien im Alter in den meisten Fällen bessergestellt als Beamte. Doch dem ist nicht so. Zu Recht fragen sich viele Bürger: Warum ist Beamten nicht zuzumuten, was Rentnern widerfährt, also eine deutliche Kürzung der Altersbezüge? Die demographische Schieflage aufgrund sinkender Geburtenraten haben alle gemeinsam zu verantworten. Vor allem aber sollte der Staat die Zahl seiner Diener verringern. Die Diskussion, wer verbeamtet werden muss und wer nicht, ist überfällig. Die Debatte sollte endlich auch in den Parlamenten geführt werden - selbst wenn inzwischen ein Drittel der Abgeordneten Beamte sind.
Originaltext: Südwest Presse Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59110 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59110.rss2
Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218
Ungeheuerlich, aber wahr. Jahrzehntelang hat der Staat fleißig verbeamtet und ein Heer von Staatsdienern geschaffen. Politiker aller Couleur sahen jedoch keinen Anlass, ausreichend Rücklagen für deren Altersversorgung zu schaffen. Die weitverbreitete Unart, auf vorhersehbare Entwicklungen nicht zu reagieren und die Dinge stattdessen auf die lange Bank zu schieben, dürfte sich in absehbarer Zeit auch hier bitter rächen. Die Pensionslasten werden vor allem in den Länderhaushalten immer weniger Geld für anderes lassen. Umso befremdlicher mutet die Botschaft aus dem SPD-geführten Finanzministerium an: Statt die Bürger ehrlich mit den Folgen einer fehlgeleiteten Politik zu konfrontieren, wird das Problem weiter heruntergespielt und verschleiert. Den Menschen soll gar weisgemacht werden, Rentner seien im Alter in den meisten Fällen bessergestellt als Beamte. Doch dem ist nicht so. Zu Recht fragen sich viele Bürger: Warum ist Beamten nicht zuzumuten, was Rentnern widerfährt, also eine deutliche Kürzung der Altersbezüge? Die demographische Schieflage aufgrund sinkender Geburtenraten haben alle gemeinsam zu verantworten. Vor allem aber sollte der Staat die Zahl seiner Diener verringern. Die Diskussion, wer verbeamtet werden muss und wer nicht, ist überfällig. Die Debatte sollte endlich auch in den Parlamenten geführt werden - selbst wenn inzwischen ein Drittel der Abgeordneten Beamte sind.
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