Die europäischen Aktienmärkte haben am
Montag keine gemeinsame Richtung gefunden. Japans
Wirtschaftsleistung war im dritten Quartal gesunken und dies hat
Börsianern zufolge etwas auf die Stimmung gedrückt. Die jüngsten
Exportdaten aus China allerdings stützen, ebenso die Tatsache, dass
das griechische Parlament in der Nacht zum Montag den Haushalt für
das Jahr 2013 mit komfortabler Mehrheit gebilligt hatte. Jetzt
entscheiden die Euro-Finanzminister in Brüssel über eine weitere
Auszahlung von Hilfen an Griechenland.
Der Leitindex EuroStoxx 50 sank gegen Mittag um 0,12
Prozent auf 2.476,87 Punkte. In Paris fiel der CAC 40 um
0,18 Prozent auf 3.417,42 Punkte. Der Londoner FTSE 100 aber stieg um 0,11 Prozent auf 5.776,22 Punkte.
Unter den Einzelwerten zogen die Papiere der SAS Group mit einem Plus von 1,55 Prozent auf 6,55 schwedische
Kronen die Aufmerksamkeit auf sich. In der Spitze waren sie bis auf
7,00 Kronen angesprungen, was einem Aufschlag von mehr als 8 Prozent
entsprochen hatte. Die angeschlagene Fluggesellschaft will mit
scharfen Sparmaßnahmen, dem Verkauf von Teilbereichen und neuen
Bankkrediten ihr drohendes Aus abwenden. SAS fliegt seit mehreren
Jahren mit Verlusten. Ein Analyst meinte jedoch, dass das
Unternehmen weiterhin vor einer Reihe von Herausforderungen stehe.
Vor allem müsse die Fluggesellschaft Vereinbarungen mit den
Gewerkschaften treffen.
Im Kielwasser der Nachrichten aus Schweden zählten auch die
Aktien anderer Fluggesellschaften zu den Gewinnern. So stiegen Air
France-KLM um 1,88 Prozent und IAG um 0,76 Prozent. Unter den 19 Branchen des Stoxx Europe
600 waren Papiere aus dem Luftfahrtsektor ebenfalls
gefragt. Sie legten im Schnitt um 0,42 Prozent zu.
Die Titel von ACS sanken in Madrid um 1,44
Prozent. Der spanische Baukonzern, zu dem auch der deutsche
Branchenriese Hochtief gehört, hatte in den ersten neun
Monaten dieses Jahres einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro
erwirtschaftet. Wie der Konzern mitteilte, gehen die Verluste allein
auf außergewöhnliche Faktoren wie das Engagement beim Energiekonzern
Iberdrola zurück. Das Minus entsprach Börsianern
zufolge den durchschnittlichen Markterwartungen.
In Paris fielen die Anteilsscheine von EADS um 1,23 Prozent. Der Schmiergeldverdacht bei dem Flugzeugbauer
belaste den Aktienkurs, sagten Börsianer. Beim Verkauf von
Kampfflugzeugen an Österreich sollen beim Rüstungskonzern nach
Angaben der Staatsanwaltschaft Wien rund 100 Millionen Euro
geflossen sein. Das sagte ein Sprecher der österreichischen
Ermittlungsbehörde am Wochenende der Nachrichtenagentur dpa. Der
Vertreter der Anklagebehörde reagierte damit auf Berichte der
"Süddeutschen Zeitung" (Samstag) und des Nachrichtenmagazins "Der
Spiegel". Zudem verwies ein Händler auf die Meldung, dass ein A380
der Fluggesellschaft Emirates wegen eines Triebwerkschadens
notlanden musste./la/rum
ISIN GB0001383545 FR0003500008 EU0009658145 EU0009658160
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