Am Donnerstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,1 Prozent. Gemischte Unternehmensbilanzen und Konjunkturdaten könnten kaum Impulse liefern.
Enttäuschend waren am Morgen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Sie stiegen um 78.000 auf 439.000. das ist sehr viel schlechter als erwartet. Ein Wert über 400.000 steht auch immer für Stilstand am Arbeitsmarkt. Grund fr dieses 18-Monats-Hoch ist der Hurrikan Sandy, der viele Menschen dazu gezwungen hat, Arbeitslosenhilfe zu beantragen. Ebenfalls schlechter als erwartet fiel der Philadelphia Fed Index für November aus. der Index tendierte bei Minus 10,7 Punkten. Analysten hatten mit Minus einem Punkt gerechnet. Der Empire State Manufacturing Index für die verarbeitende Industrie rund um New York erholte sich zum Vormonat von Minus 6,2 auf Minus 5,2 Punkte im November. Die Verbraucherpreise stiegen im Oktober um 0,1 Prozent.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 12.542 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,4 Prozent bei 2.836 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,2 Prozent bei 1.353 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Cisco Systems (+1,6%), Coca-Cola (+1,2%) und Bank of America (+1,1%). Die größten Verlierer waren: Wal-Mart (-3,6), Verizon (-1,3) und AT&T (-1,1).
Der weltgrößte Einzelhandelskonzern Wal-Mart (-3,6%) konnte vor allem im Heimatmarkt wieder zulegen. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um gut drei Prozent auf 113,9 Milliarden. Der Gewinn kletterte deutlicher um neun Prozent auf unterm Strich 3,6 Milliarden Dollar.
Jan Fields, McDonald's-Chef für das US-Geschäft, verlässt die Fastfood-Kette. Der 57-jährige arbeitete 35 Jahre für das Unternehmen. Sein Nachfolger wird Jeff Stratton.
Der amerikanische Einzelhändler Dollar Tree konnte Umsatz und Gewinn im dritten Quartal deutlich steigern. Der Nettogewinn stieg von 104,5 auf 155,4 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die US-Einzelhandelskette Stage Stores konnte ihren Verlust im dritten Quartal reduzieren. Der Nettoverlust betrug 8,9 Millionen Dollar. Der Umsatz erhöhte sich auf 370,6 Millionen Dollar.
Der Chiphersteller Texas Instruments streicht weltweit 1.700 Stellen. Das US-Unternehmen fährt sein Geschäft mit Handychips zurück.
Die Kaffeehaus-Kette Starbucks kauft für 620 Millionen Dollar den US-Teehändler Teavana. Das Teegeschäft stehe vor einem rasanten Wachstum.
Die US-Behörden haben sich mit dem britischen Ölkonzern BP wegen der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko auf eine Strafzahlung in Höhe von 4,5 Milliarden Dollar geeinigt. Das ist die höchste Strafe der US-Geschichte.
General Motors werden weiter am Europa-Geschäft und an Opel festhalten, so GM-Boss Akerson an die Mitarbeiter in Rüsselsheim.
Am Freitag schauen wir von Konjunkturseite auf die Industrieproduktion für Oktober. Unternehmenszahlen kommen von Foot Locker.


