Von Neil MacLucas
ZÜRICH--Nach Credit Suisse hat mit UBS nun auch die zweite schweizerische Großbank Negativzinsen für Einlagen auf bestimmten Konten eingeführt. Damit sollen Kunden davon abgehalten werden, Gelder bei ihr zu parken. Zugleich verdeutlicht es, wie die Stärke des Schweizer Franken auf alle Bereiche der Wirtschaft ausstrahlt.
Ab 21. Dezember wird die UBS AG von anderen Banken Gebühren für bei ihr angelegte Gelder verlangen. Bislang hatte sie solche Strafzinsen nur ausgewählten Banken bei Überschreiten bestimmter Schwellen auferlegt. Bei Credit Suisse müssen Banken bereits seit Montag dieser Woche für ihre Guthaben zahlen.
"Die Bank kann mit diesen Konten keinen Gewinn erzielen", sagte ein UBS-Sprecher zur Begründung.
Mit dem Negativzins wollen sich die Banken vor zu hohen Anlagegeldern auf ihren Konten schützen, da diese nicht nur kaum Ertrag bringen, sondern auch mit eigenem Kapital unterlegt sein müssen.
Die Anstrengungen der Schweizerischen Nationalbank, die Stärke des Franken einzugrenzen, hat die Kurzfristzinsen in der Schweiz nahe Null gedrückt. Damit war den Schweizer Banken die Möglichkeit genommen, Gelder zu attraktiven Konditionen bei der Zentralbank zu parken.
Die eidgenössischen Institute erleben angesichts der Euro-Krise einen massiven Mittelzufluss auf Franken-Konten von Investoren, die einen sicheren Hafen für ihr Geld suchen.
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December 11, 2012 09:53 ET (14:53 GMT)
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