Frankfurt am Main - Nicht nur die Renditen von Staatsanleihen höherer Bonität notierten Ende Februar 2013 nahe ihrer Rekordtiefs, sondern auch europäische Unternehmensanleihen (Investment Grade) werfen nach einer dreijährigen Hausse gerade einmal durchschnittlich rund 2,0% ab (1). Eine neue Untersuchung von AllianzGI zeigt auf, dass die nach Abzug der Inflation mitunter negativen Realzinsen dieser Anlageklassen kaum die langfristigen Renditeanforderungen privater sowie institutioneller Kunden erfüllen werden. Das Rendite-Risiko-Profil von Dividendenstrategien scheint im Vergleich mit anderen Vermögensklassen wesentlich interessanter.
Sie vereinen die Qualitäten von aktuell hohen Dividendenrenditen und historisch niedrigen Kursvolatilitäten bei gleichzeitigem Inflationsschutz. So war die Diskrepanz zwischen den Dividendenrenditen und den Renditen von Unternehmensanleihen zumindest für europäische Unternehmen noch nie so hoch wie heute. Insbesondere europäische Unternehmen zeigten sich ausschüttungsfreundlich. So lag deren Dividendenrendite Ende Februar 2013 marktweit bei durchschnittlich circa 3,5% (Basis: MSCI Europa), während die Rendite von Unternehmensanleihen im Durchschnitt bei 2,0% lag. Durch eine Fokussierung auf dividendenstarke Titel liesse sich die zu erwartende Dividendenrendite im Portfolio weiter spürbar erhöhen: Immerhin wiesen Ende Februar 2013 rund 80 der 461 Mitglieder im MSCI Europa Index eine Dividendenrendite von über 4% auf. Entsprechend konnten europäische Dividendenstrategien zum gleichen Zeitpunkt Dividendenrenditen von über 5% generieren. Aber auch in anderen Regionen der Welt liegt die Dividendenrendite zum Teil deutlich über den Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen.
Reale Werte und reale Renditen
Gleichzeitig ist zu beobachten, dass Dividenden dem Depot zu mehr Stabilität bzw. zu einem realen Wertzuwachs ...
