Nach einem feiertagsbedingt verlängerten
Wochenende haben die US-Standardwerte am Dienstag etwas zugelegt. Im
Fokus standen einige Unternehmenszahlen, die überwiegend positiv
aufgenommen wurden. Klar negative Nachrichten kamen von der
Konjunktur: Die Zahl der Verkäufe von bestehenden Häusern in den USA
war im Dezember überraschend gefallen.
Der Dow Jones Industrial drehte nach einem verhaltenen
Start ins Plus und gewann 0,32 Prozent auf 13.649,70 Punkte, nachdem
er am Freitag bereits auf dem höchsten Stand seit dem vergangenen
Oktober geschlossen hatte. Der breit gefasste S&P-500-Index
rückte am Dienstag um 0,26 Prozent auf 1.485,98 Punkte
vor. An der Technologiebörse Nasdaq aber bewegte sich der
Composite-Index mit einem Plus von 0,05 Prozent auf
3.134,71 Punkte kaum von der Stelle. Der Auswahlindex NASDAQ 100
fiel um 0,12 Prozent auf 2.743,24 Punkte.
Der Chemiekonzern und BASF-Konkurrent DuPont hatte zwar im vierten Quartal des abgelaufenen
Geschäftsjahres wegen eines deutlichen Nachfragerückgangs einen
operativen Gewinneinbruch erlitten. Dennoch übertraf er die
Analystenschätzungen, was die Aktien um 1,70 Prozent steigen ließ.
Ein ähnliches Bild bot der Versicherungskonzern Travelers , dessen Titel sich an der Dow-Spitze um 2,59 Prozent auf
78,29 US-Dollar verteuerten. Trotz eines deutlichen Rückgangs wegen
des Wirbelsturms "Sandy" war der Quartalsgewinn besser als erwartet
ausgefallen.
Die Aktien von Johnson & Johnson hingegen
gaben um 0,75 Prozent nach. Der Konsumgüter- und
Medizintechnikkonzern hatte zwar seinen Umsatz erwartungsgemäß
gesteigert, verdiente aber weniger als noch vor einem Jahr. Experten
hatten mit einem wesentlich höheren Gewinn gerechnet.
Die Anteilsscheine von Delta Air Lines kletterten um 3,23 Prozent nach oben. Die Fluggesellschaft hatte
trotz eines Gewinnrückgangs die Analystenerwartungen erfüllt und
will seine Kapazitäten verringern, um so seine Lohn- und
Treibstoffkosten zu drücken. Bei Boeing belastete, dass der Flugzeugbauer die Auslieferung seiner neuen
"Dreamliner"-Flugzeuge gestoppt hatte. Zuvor hatten bereits
Luftfahrtbehörden weltweit ein Startverbot für den Hoffnungsträger
von Boeing verhängt, der mit einer Pannenserie für Aufsehen gesorgt
hatte. Die Aktien fielen um 1,21 Prozent.
Die Caterpillar-Titel büßten nach der
Bekanntgabe einer hohen Abschreibung 0,36 Prozent an Wert ein. Den
Baumaschinenhersteller kommt der Kauf eines chinesischen
Unternehmens im letzten Jahr nun teuer zu stehen: Wegen Abweichungen
zwischen den tatsächlich vorhandenen Lagerbeständen und den
entsprechenden Aufzeichnungen müssten 580 Millionen US-Dollar auf
den Firmenwert abgeschrieben werden, hieß es. Der Gewinn des vierten
Quartals werde durch die Maßnahme um etwa 87 Cent je Aktie niedriger
ausfallen.
Dagegen schnellten die Aktien von Research In Motion (RIM)
um 11,55 Prozent in die Höhe. Der angeschlagene
Blackberry-Hersteller prüft Medienberichten zufolge weiterhin
verschiedene strategische Optionen, die einen Verkauf der
Hardware-Produktion sowie die Lizenzierung der eigenen Software
beinhalten. Für die Verizon-Titel ging es um 0,19
Prozent nach oben. Das operative Geschäft der zweitgrößten
US-Telefongesellschaft zeigte sich im Schlussquartal in guter
Verfassung.
Der Software-Riese Microsoft schließlich verhandelt laut
US-Medienberichten über eine finanzielle Beteiligung an der
Übernahme des Computer-Herstellers Dell. Den Dell-Titeln bescherten die Meldungen ein Plus von 2,68 Prozent,
während die Papiere von Microsoft ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
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