Erstmals droht einer der mächtigen Ratingagenturen ein Gerichtsverfahren durch die US-Regierung. Standard & Poor weist die vorgeworfene Mitverantwortung an der Finanzkrise zurück.
Den Ratingagenturen droht weiteres Ungemach wegen ihrer unrühmlichen Rolle in der Finanzkrise. Nach Informationen des "Wall Street Journal" wollen das US-Justizministerium und die Generalstaatsanwaltschaften einzelner Bundesstaaten gegen Branchenprimus Standard & Poor's (S&P) vorgehen.
Die großen Ratingagenturen hatten vor dem Ausbruch der Finanzkrise zahlreiche US-Hypothekenpapiere mit sehr guten Bonitätsnoten versehen. Investoren verließen sich auf diese Urteile und griffen zu. Als die Krise ausbrach, verloren aber selbst mit der Bestnote Triple-A ausgezeichnete Papiere schlagartig an Wert.
Das Justizministerium und die Staatsanwaltschaften könnten noch in dieser Woche Klagen gegen S&P wegen Fehlverhaltens einreichen, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Es gehe dabei vor allem um das verwendete Bewertungsmodell, hieß ...
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