Portugals größte Privatbank Millennium BCP hat im vergangenen Jahr Rekordverluste von 1,22 Milliarden Euro gemacht. Dieses Minus sei in erster Linie auf Wertminderungen sowie auf die Verluste der griechischen Tochter Novabank (694 Millionen), die an die Piraeus-Bank verkauft werden soll, zurückzuführen, teilte die BCP am Freitagabend mit. 2011 hatte das Kredithaus ein Minus von 848.600 Euro ausgewiesen.
Bank-Präsident Nuno Amado zeichnete dennoch ein positives Bild der aktuellen Situation des Unternehmens. "Dank der durchgeführten Umstrukturierungen stehen wir heute besser als vor einem Jahr da", versicherte Amado in Lissabon unter Hinweis auf die Erhöhung des Kapitals und der Liquidität.
Im Gegensatz zur Millennium BCP hatten die beiden anderen großen Privatbanken des Euro-Krisenlandes, die BPI und die BES, in den vergangenen Tagen für 2012 Gewinne von jeweils 249 und 96 Millionen Euro gemeldet./er/DP/he
AXC0292 2013-02-08/20:20
