Hohe Kosten für Rohstoffe und der Ausbau des Auslandsgeschäfts haben den Getränkehersteller Berentzen aus dem emsländischen Haselünne in die roten Zahlen abrutschen lassen. Die Berentzen-Gruppe verzeichnete 2012 einen Jahresfehlbetrag von 1,6 Millionen Euro, nach einem Überschuss von 6,1 Millionen Euro im Vorjahr, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Der Umsatz der Gruppe ohne Branntweinsteuer stieg von 145,9 auf 147,7 Millionen Euro. Ende des Jahres beschäftigte Berentzen 480 Mitarbeiter (2011: 469 Mitarbeiter).
Der Anteil des Auslandsgeschäfts am Umsatz mit Markenspirituosen sei im vergangenen Jahr von 20 auf 18 Prozent gesunken, sagte eine Sprecherin. Mittelfristig solle aber die Hälfte des Markenumsatzes im Ausland erwirtschaftet werden. Dazu hatte Berentzen jüngst Auslandsgesellschaften in China, der Türkei und den USA gegründet. Eine Unternehmensanleihe ermögliche dem Unternehmen die Entwicklung des Auslandsgeschäfts.
Bei den alkoholfreien Getränken konnte die Tochter Vivaris den Ausstoß von 1,66 Millionen Hektolitern halten und den Umsatz um 0,5 Millionen Euro steigern.
Berentzen war 2009 nach einem kräftigen Personalabbau und der Schließung der Produktionsstätte am Stammsitz Haselünne aus den roten Zahlen herausgekommen. Der Verlust im Jahr 2008 hatte bei 22,8 Millionen Euro gelegen. Der Münchner Finanzinvestor Aurelius hatte damals einen Großteil des Familienunternehmens übernommen./eks/DP/fbr
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