Die zunehmende Zahl fair gehandelter Produkte in Supermärkten hat das Wachstum in dem Nischensegment beschleunigt. Die Kunden in Deutschland gaben im vergangenen Jahr 650 Millionen Euro für die Waren aus, deren Anbieter besonderen Wert auf gerechte Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern legen. Das waren 35 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Verein Forum Fairer Handel am Montag in Berlin mitteilte. 2011 war das Segment um 16 Prozent gewachsen. Das wichtigste Produkt bleibe Kaffee, sagte Geschäftsführerin Antje Edler. Im Kommen seien aber auch Bananen und Rosen mit Fairtrade-Siegel, die Kunden inzwischen in mehreren Handelsketten finden.
Der Marktanteil des Fairen Handels bleibt jedoch gering. Rechnerisch gab jeder Haushalt in Deutschland 2012 rund 16 Euro dafür aus, was etwa drei Packungen Kaffee entspricht. Angesichts des Einsturzes einer Textilfabrik in Bangladesch mit mehr als 1100 Toten im April forderte der Verein die Unternehmen auf, die Arbeitsbedingungen bei sich sowie bei ihren Tochterfirmen und Zulieferern offen zu legen./bf/DP/edh
AXC0110 2013-08-06/12:38
