Anzeige
Mehr »
Mittwoch, 10.06.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Pentagon in Alarmbereitschaft? Dieser Rohstoff könnte jetzt Gold in den Schatten stellen
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Börse-Intern
130 Leser
Artikel bewerten:
(0)

Vorsicht vor falschen Chartprognosen

von Jochen Steffens

Hinweis: Am Freitag erscheint kein Steffens Daily, da ich mich auf der Invest in Stuttgart befinde. Der nächste Steffens Daily erscheint daher am Montag, den 22.04.2013.

Vorsicht!

Ich lese schon wieder seltsame Analysen im Netz und das sogar auf vergleichsweise seriösen Seiten. Kaum geht der DAX ein paar Prozentpünktchen abwärts, wird wieder in die charttechnische Trickkiste gegriffen und in normale Kursbewegungen die gefährlichsten Top-Formationen hineingedeutelt. Aktuell wird an mehreren Stellen vor einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) im DAX gewarnt. Diese Umkehrformation gehört sicherlich zu den verlässlichsten Formation in der Charttechnik, aber wenn es diese geben würde, so würden Sie auch hier im Steffens Daily eine deutliche Warnung lesen. (Denken Sie an Apple, damals war es eine kleine SKS, die den Einbruch eingeleitet hat.)

Das kleine, unbedeutende Problem bei der Sache ist jedoch: Es ist weit und breit keine SKS im DAX zu erkennen! Offensichtlich wird wieder einmal mehr in die Charts hineininterpretiert als tatsächlich vorhanden ist. Leider ist aber genau dies das Übel, welches die Charttechnik so in Verruf bringt.

Diese "eindeutige" SKS ist ganz leicht zu entkräften: Mal ganz abgesehen davon, dass das, was da als rechte Schulter betitelt wird (das "S" mit dem Fragezeichen), viel zu klein für eine rechte Schulter wäre, stimmen einfach die Umsätze nicht. Diese Umkehrformation entsteht immer am Ende großer Aufwärtsbewegung und dieser Trendtod wird grundsätzlich von hohen Umsätzen, sprich Umsatzspitzen, begleitet! So ist eine Mindestvoraussetzung zunächst ein "deutlicher" Umsatzanstieg in der linken Schulter (S). Ein solcher Anstieg ist jedoch nicht erkennbar. Und auch im Kopf ("K"), also dem eigentlichen Hoch, sollte ein solcher zu erkennen sein. Auch hier ist dieser nicht festzustellen (die markante aber vereinzelte Umsatzspitze im März gehört zum Verfallstag und ist nicht relevant). Und damit fehlen bereits zwei der wesentlichen Voraussetzungen für eine SKS.

Lassen Sie sich also von solchen Analysen nicht verwirren oder in Angst und Schrecken versetzen. Es ist Humbug. Echte SKS-Formationen sind zudem vergleichsweise selten.

Was macht also der DAX?

Tatsächlich handelt es sich bei der Kursbewegung seit Ende vergangenen Jahres einfach um eine Konsolidierung in Form einer Broadening-Formation, eines sich nach rechts öffnenden Dreiecks (hier durch die grauen Linien angedeutet). Diese Formation, von uns auch Trompete genannt, ist Zeichen von Unsicherheit. Und jeder von Ihnen wird sicherlich unterschreiben, dass Unsicherheit das zurzeit vorherrschende Gefühl an den Börsen ist. Leider hat diese Formation aber keine darüberhinausgehende Prognosequalität. Es gibt lediglich eine ganz leicht höhere Wahrscheinlichkeit für fallende Kurse, da Unsicherheit selten gut für Börsen ist. Aber dieser sehr kleine Unterschied ist nicht relevant genug, um darauf zu traden. .

Kurz: Es ist keine SKS-Umkehrformation vorhanden. Allerdings kann ein Trend auch ohne eine Umkehrformation enden. Die Abwesenheit einer solchen Formation hat somit keine direkte Aussagekraft. Es stimmt nur folgendes: Wenn man eine SKS erkennt, besteht eine große Wahrscheinlichkeit für fallende Kurse. Das ist alles.

Gold-Update

Und zum Schluss für diese Woche noch ein kurzes Update zu Gold - das aufgrund der weiteren Entwicklung notwendig wird:

Bisher zeigt sich die Erholung im Vergleich zu dem scharfen Einbruch zuvor doch sehr schwach. Das ist häufig kein gutes Zeichen. Sollte sich also die Aufwärtsdynamik nicht recht bald erheblich beschleunigen, müssen Sie leider damit rechnen, dass Gold auch ohne die Kurslücke bei der 1.500er Marke zu schließen, auf die untere Begrenzungslinie des Rechtecks bei 1260 Dollar fällt.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

© 2013 Börse-Intern
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Software-Aktien vor, die besonders aussichtsreich positioniert sind – mit starker Marktstellung, attraktiver Bewertung und hohem Aufholpotenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Software-Rebound Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.