Der US-Chemiekonzern DuPont hat zum Jahresauftakt erneut von seiner starken Agrarsparte profitiert. Mit dem Saatgut-Geschäft konnte das für Kunststoffe wie Nylon, Teflon oder Kevlar bekannte Unternehmen das schwächelnde Segment "Performance Chemicals" ein Stück weit ausgleichen. Das Ergebnis unter dem Strich hat DuPont mehr als verdoppelt, was unter anderem auf den Verkauf von Geschäftsbereichen wie der Beschichtungs-Sparte zurückzuführen war.
Unter anderem wegen dieses 4,9 Milliarden US-Dollar schweren Verkaufs legte der Nettogewinn des Konkurrenten von BASF und Dow Chemical im Zeitraum von Januar bis März von 1,5 auf 3,35 Milliarden US-Dollar zu. Auf operativer Ebene gab es zwar einen leichten Rückgang von 1,64 auf 1,58 US-Dollar je Aktie. Mit diesem Ergebnis übertraf DuPont aber immerhin die Marktprognose um fünf Cent. Der Umsatz stieg moderat um 2 Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar, wobei das Agrargeschäft um 14 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar zulegte.
In den Bereich Landwirtschaft setzt DuPont auch die Hoffnungen für den weiteren Jahresverlauf. Der Konzern bestätigte seinen Ausblick für 2013. Das operative Ergebnis je Aktie soll 3,85 bis 4,05 Dollar erreichen. 2012 hatte DuPont 3,77 Dollar erzielt.
Im immer wichtiger werdenden Agrargeschäft hat DuPont jüngst einen Coup mit dem Konkurrenten Monsanto gelandet. Beide Unternehmen haben Lizenzvereinbarungen für Technologien zur genetischen Veränderung von Saatguteigenschaften geschlossen. Die Vereinbarungen kosten DuPont 1,75 Milliarden Dollar über mehrere Jahre. Dafür ist das im vergangenen Jahr ergangene Urteil gegen DuPont wegen der Patentrechtsverletzung vom Tisch - der Chemieriese muss die gegen ihn verhängte Geldstrafe von 1 Milliarde US-Dollar an Monsanto nicht zahlen.
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April 23, 2013 06:34 ET (10:34 GMT)
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