(Meldung umfassend erweitert)
Glattbrugg (awp) - Der Markt für Dentalimplantate des Herstellers Nobel Biocare ist im ersten Quartal 2013 erwartungsgemäss schwierig geblieben, hat sich aber im Rahmen der Erwartungen des Managements entwickelt. Auch für das ganze Jahr wird von ähnlich anspruchsvollen Marktbedingungen ausgegangen, wie sie bereits im Vorjahr geherrscht hatten. Entsprechend wurde auch die bisherige Guidance für das Gesamtjahr bestätigt.
Der Umsatz des Unternehmens sank in der Berichtsperiode um 4,1% auf 141,5 Mio EUR; zu konstanten Wechselkursen (kWk) belief sich der Rückgang auf 2,0%. Der EBIT fiel etwas überproportional um 8,2% auf 18,9 Mio zurück und die EBIT-Marge um 0,6 Prozentpunkte auf 13,4%. Unter dem Strich sank der Reingewinn um 1,2% auf 13,3 Mio, wie die Gesellschaft am Donnerstag mitteilte. Der Netto-Cash aus Geschäftstätigkeit wird mit 14,0 Mio um 2,6 Mio tiefer angegeben als in der Vorjahresperiode. Mit den vorgelegten Zahlen hat Nobel Biocare die Prognosen der Analysten übertroffen.
JAPAN BREMST WEITER
Die Umsatzentwicklung wurde laut Mitteilung erneut deutlich gebremst durch die anhaltend schwierigen Marktbedingungen in Japan. Der Beitrag aus diesem Markt schrumpfte im ersten Quartal auf rund 10% des Konzernumsatzes von 12% für das Gesamtjahr 2012. Ohne Japan wäre der Umsatz für das erste Quartal bei konstanten Wechselkursen (kWk) gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert geblieben (+0,5%), so die Mitteilung weiter. Europa, Mittlerer Osten und Afrika verzeichneten einen Umsatz von 60,5 Mio EUR (-0,1%; unv. zu kWk), Americas von 55,0 Mio (-0,8%; +0,2 zu kWk).
Unter den Produktkategorien stieg der Umsatz mit Implantatsystemen um 0,4%, ohne Japan betrug der Zuwachs 2,6% zu kWk. Mit einem Wachstum im zweistelligen Prozentbereich sei die NobelActive-Produktfamilie einmal mehr der wichtigste Treiber dieses positiven Trends gewesen. Die Implantatsysteme machen 85% des Konzernumsatzes aus. Der mit individualisierten Produkten erzielte Umsatz sank im ersten Quartal indessen um 13,5%, bei der zahnbasierten Prothetik um über 20%.
AUF KURS
"Wir hatten für den Beginn des Jahres ein schwieriges Marktumfeld erwartet. In diesem Rahmen war unsere Performance auf Kurs", wird CEO Richard Laube in der Mitteilung zitiert. "In unserem Kerngeschäft konnten wir unseren Marktanteil zunehmend halten oder vergrössern", so CEO Laube weiter.
Die Programme zur Effizienzverbesserung seien verstärkt worden und hätten zu weiteren Kosten- und Personalreduktionen insbesondere im Bereich der Administration geführt, so der CEO. Dies ermögliche die Finanzierung von Innovationsprogrammen zur Sicherstellung des mittel- und langfristigen Wachstums. Im Einzelnen stiegen die Ausgaben für die Forschung und Entwicklung um 18% auf 14,4 Mio EUR. Hingegen sanken die Verkaufs- und Marketingaufwendungen dank Effizienzgewinnen um 2,1% auf 54,4 Mio und die Verwaltungskosten infolge Kostensenkungen und Stellenabbau um 8,3% auf 20,7 Mio. Per saldo ging der Betriebsaufwand um 1,0% auf 89,5 Mio zurück.
GUIDANCE BESTÄTIGT
Vor diesem Hintergrund hat das Management den anlässlich der Bilanzpressekonferenz Mitte Februar abgegebenen Ausblick für 2013 und darüber hinaus bestätigt. Im Rahmen der Guidance soll 2013 der Marktanteil unverändert leicht ausgebaut und ein bescheidenes Umsatzwachstum erzielt werden. Auf dieser Grundlage und aufgrund der eingeleiteten Massnahmen erwartet die Geschäftsführung eine Verbesserung des Betriebsgewinns (EBIT) um 50 bis 100 Basispunkte (BP) bei konstanten Währungskursen.
Unter der Annahme, dass das Marktwachstum nach 2013 wieder ein tiefes mittleres einstelliges Prozentniveau erreicht, wird zudem - ebenfalls unverändert - in den kommenden 3 bis 5 Jahren mit einem Umsatzwachstum gerechnet, das mindestens der Marktsituation entspricht, sowie mit einer kontinuierlichen Verbesserung des Betriebsgewinns (EBIT) um 50 bis 100 BP (bei kWk) pro Jahr.
rt/cf
