Nach dem Chef der Eurogruppe, dem niederländischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem, hat nun auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Zypern-Rettung als Vorbild für ähnliche Krisenfälle bezeichnet. Auch in Zukunft müssten zur Rettung von Banken deren Inhaber, Gläubiger und die Sparer einen Beitrag leisten, sagte Schäuble dem Magazin Wirtschaftswoche. "Die Beteiligung von Eigentümern, nachrangigen Anleihegläubigern und dann ungesicherten Anlegern muss der Normalfall sein, wenn ein Finanzinstitut in eine Schieflage gerät", unterstrich Schäuble.
Ansonsten sei das Problem der moralischen Versuchung nicht in den Griff zu bekommen, nämlich dass Banken mit riskanten Geschäften große Gewinne machten, aber im Fall eines Scheiterns vom Steuerzahler gerettet werden müssten, erklärte der Finanzminister. Dijsselbloem, der für ähnliche Äußerungen scharf kritisiert wurde, nahm Schäuble ausdrücklich in Schutz. "Herr Dijsselbloem ist in der Substanz zu Unrecht gescholten worden. Und auch nicht von mir."
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April 22, 2013 00:16 ET (04:16 GMT)
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