Die finanzielle Lage bei der Energie
Baden-Württemberg (EnBW
Die Gewerkschaft Verdi ist indessen zu keinen weiteren Zugeständnissen bereit: "In punkto Jobabbau, Gehaltsreduktion und Änderung der Gesellschaftsstrukturen haben die Arbeitnehmer der EnBW ihren maximal möglichen Beitrag geleistet", sagte Verdi-Gewerkschafter Bodo Moray den "Stuttgarter Nachrichten" (Samstag). "Da ist nichts mehr drin." Moray ist zugleich EnBW-Aufsichtsrat für die der Arbeitnehmerseite. Sollte der Konzern "weitergehende Sparpläne" vorantreiben, "werden wir entsprechend reagieren", sagte er.
Der Zeitung zufolge wurde das Problem diese Woche auch bei einem Treffen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Finanzminister Nils Schmid (SPD) mit Mitgliedern des Aufsichtsrates erörtert. Man sei sich einig gewesen, dass nach weiteren Sparmöglichkeiten gesucht werden müsse.
Ein Regierungssprecher sagte, es habe sich um eine Routinegespräch gehandelt. Es sei dabei aber nicht um finanzielle Schwierigkeiten oder um Sparmaßnahmen gegangen. Ein EnBW-Sprecher verwies auf das laufende Sparprogramm. Dieses sei erfolgreich. Derzeit gebe es aber keine konkreten Pläne für ein neues Programm.
Als möglicher Ansatzpunkt zum Sparen wurde dem Bericht zufolge demnach unter anderem über Gehaltssenkungen für neu einzustellende Mitarbeiter diskutiert. Eine mögliche erneute Kapitalerhöhung durch die beiden Anteilseigner - also Grün-Rot und die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) - sei aber bislang kein Thema gewesen, hieß es weiter./ols/mhe/DP/stw
ISIN DE0005220008
AXC0226 2013-09-20/19:17
