Von Ursula Quass
Die Siemens-Lichttochter Osram treibt ihren Umbau des Geschäfts weg von traditionellen Glühlampen hin zu halbleiterbasierten Lichtquellen wie LED voran. Im Zuge dessen wird der Produktionsstandort im indonesischen Tangerang geschlossen. Dort stellen derzeit 1.100 Mitarbeiter traditionelle Produkte, vor allem Glühlampen, her. Bis spätestens Ende Dezember soll das Werk geschlossen werden. Osram wird dann nur noch über eine Vertriebsgesellschaft in dem Inselstaat verfügen.
Die Schließung ist Teil des 2012 eingeleiteten Kapazitätsumbaus, mit dem Osram die Kosten bis 2015 um rund 1 Milliarde Euro drücken will. Dazu werden 8.000 Mitarbeiter weltweit abgebaut. Der Großteil der Stellen soll im Ausland wegfallen, mehr als die Hälfte davon durch Werksverkäufe. Umgekehrt baut Osram im LED-Bereich Kapazitäten auf.
Osram soll nach den Plänen der Konzernmutter Siemens abgespalten und im Juli an die Börse gebracht werden. Siemens will dann nur noch eine Minderheitsbeteiligung halten. Die Siemens-Aktionäre bekommen für je zehn Aktien eine Osram-Aktie ins Depot gebucht, erhalten zunächst aber eine Verlustbringer. Die Lichttochter steckte 2012 im dreistelligen Millionenbereich in den Miesen. 2013 soll der Verlust zumindest geringer ausfallen.
Kontakt zur Autorin: ursula.quass@dowjones.com
DJG/uqu/cbr
-0-
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
May 08, 2013 05:12 ET (09:12 GMT)
Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.
