Seit Goldman Sachs auf der niemals endenden Jagd nach Wachstum nach einer Dekade BRIC im Jahr 2012 die SMIT-Staaten (Südkorea, Mexiko, Indonesien und Türkei) als neue Investitionsziele ausgerufen hat, sind bereits etliche Anlagezertifikate auf die neuen Favoriten emittiert worden. Wer an die Investmentstory des nächsten Kapitels der bisherigen Erfolgsgeschichte Next-11 glaubt, aber etwa aufgrund der politischen Unsicherheit derzeit auf Südkorea verzichten möchte oder aber eine individuelle Gewichtung der Länder vornehmen möchte, bastelt sich eine Anlage aus Zertifikaten, die auf die Aktienmärkte der jeweiligen Volkswirtschaften bezogen sind. Die UBS bietet unter der ISIN DE000UBS1ND6 ein Zertifikat an, das die Wertentwicklung indonesischer Aktien abbildet.
Hoher Bankenanteil
Der MSCI Daily TR Net Emerging Markets Indonesia-Index (USD) umfasst derzeit 26 Werte, die nach frei verfügbarer Marktkapitalisierung (Free Float) gewichtet sind. Die Indexzusammenstellung wird vierteljährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst; die reguläre Neugewichtung findet halbjährlich statt. Die Konzeption als Net Total Return-Index bewirkt, dass die Nettodividenden in den Index reinvestiert werden und somit Anlegern im Zertifikat zugutekommen.
Die am höchsten gewichteten fünf Unternehmen Astra International (Automobilbranche, d.h. zyklischer Konsum sowie Beteiligungen in den Bereichen Bergbau, Pflanzungen, Finanzen und IT), Bank Central Asia, und Telekomunikasi Indonesia, Bank Rakyat Indonesia und Bank Mandiri bringen bereits 52 Prozent der Indexgewichtung auf die Waage; Finanzdienstleister stellen mehr als ein Drittel der Indexkapitalisierung von derzeit 114 Mrd. US-Dollar.
Im historischen Vergleich seit dem 01.01.2007 zeigt der indonesische Subindex gegenüber dem MSCI Daily TR Net Emerging Markets (USD), der neben Indonesien noch 20 weitere Emerging Markets umfasst, eine deutliche Outperformance: Während der Dachindex 4,4 Prozent p.a. lieferte, kommt Indonesien auf über 15 Prozent p.a. Die Volatilität liegt mit knapp 33 Prozent gut acht Prozentpunkte über der Schwankungsbreite des weltweiten EM-Barometers.
ZertifikateReport-Fazit: Während etablierte Märkte hauptsächlich durch die Nachhaltigkeit ihrer Ertragskraft punkten, glänzen Emerging Markets durch ihr Potenzial. Investoren müssen sich daher nahezu zwangsläufig auf höhere Volatilitäten einstellen; die zum Teil auch durch politische Risiken bedingt sind. Ein Fremdwährungsrisiko ist in die Investitionsentscheidung einzubeziehen.
Autor: Thorsten Welgen
Quelle: zertifikatereport.de
