Die US-Beteiligungsgesellschaft KKR erwartet ein Ende der Übernahme-Flaute in Europa. Was in den Vereinigten Staaten derzeit seinen Anfang nehme, komme mit gut einem Jahr Verzögerung auch über den Atlantik, sagte KKR-Europa-Chef Johannes Huth der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Montagausgabe). Bis dahin heiße es für eine finanzkräftige Gesellschaft wie KKR, Geduld zu haben und nach den wenigen vorhandenen Übernahmemöglichkeiten zu suchen. Trotz der zuletzt kräftig gestiegenen Kurse schaue sich das Unternehmen auch nach börsennotierten Kandidaten um. "Auch heute gibt es an der Börse noch gute Unternehmen zu attraktiven Bewertungen", sagte Huth. "Aber es wird natürlich schwieriger, sie zu finden."
"Die Kosten für die Fremdfinanzierung sind sehr gering, da gibt
es zwischen Amerika und Europa kaum noch einen Unterschied", betonte
Huth. Aber noch fehle der Impuls, der dem Übernahmemarkt Schwung
geben würde. Eine oder zwei Übernahmen würde KKR 2013 hierzulande
gerne noch machen, sagte der Europa-Chef. Es sollen Unternehmen mit
internationalen Wachstumsambitionen sein. KKR hält derzeit sechs
Beteiligungen in Deutschland, darunter die am Besteckhersteller WMF,
am Medienkonzern ProSiebenSat.1
ISIN DE000A0M2ZK2 DE0007771172
AXC0062 2013-05-13/09:57
