Von John D. Stoll
STOCKHOLM--Nach dem verheerenden Einsturz einer Fabrik in Bangladesch findet ein geplantes Abkommen zum Gebäude- und Brandschutz in den Textilfabriken des Landes immer breitere Unterstützung - auch von prominenter Seite. Am Montag erklärte die schwedische Modekette Hennes & Mauritz (H&M), sie unterstütze das vom globalen Industriegewerkschaftsverband IndustriAll initiierte Abkommen und sei "dem Ziel einer sicheren und nachhaltigen" Textilbranche in Bangladesch verpflichtet.
Das Ziel sei es, die Furcht vor "Feuern, Gebäudeeinstürzen und anderen Unfällen, die mit vernünftigen Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen verhindert werden können", zu beseitigen, so H&M. Bei dem Einsturz einer Textilfabrik im April in Dhaka waren mehr als 1.000 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück warf ein bezeichnendes Licht auf die erbärmlichen Zustände, unter denen die zumeist weiblichen Arbeitskräfte in den Textilfabriken ihrem Tagewerk nachgehen müssen. Jüngst protestierten Zehntausende Menschen auf den Straßen Dhakas gegen harte Arbeitsbedingungen und für höhere Löhne.
H&M, eine der größten Modeketten der Welt und einer der größten Einkäufer von Bekleidung aus dem Land, hat sich in den vergangenen Jahren bereits für stichprobenartige Kontrollen ihrer Zulieferer stark gemacht und höhere Standards für die Arbeiter verlangt.
Bei dem Abkommen, das der Konzern nun unterstütze, handele sich um einen Fünfjahresvertrag für die gesamte Textilbranche. H&M äußerte die Hoffnung, dass der Vorstoß von möglichst vielen anderen Einzelhändlern unterstützt werde, um auch Wirkung zu zeigen.
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May 13, 2013 12:08 ET (16:08 GMT)
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