New York (BoerseGo.de) - Der weltgrößte Mobilfunkkonzern Vodafone darf sich über einen Geldregen aus den USA freuen. Die US-Beteiligung Verizon Wireless will an seine Teileigner 3,15 Milliarden US-Dollar in bar zukommen lassen. Der zweite Haupteigentümer, der US-Telekomkonzern Verizon, soll eine Ausschüttung von 3,85 Milliarden US-Dollar bekommen. Eintreffen solle der Scheck am 25. Juni. Die Gesellschaft wird von Amerikanern und Briten beherrscht, wobei die Amerikaner 55 Prozent und die Briten 45 Prozent halten. In den Jahren 2005 bis 2010 hatte Verizon eine Ausschüttung abgelehnt, um seine Schulden bei der Tochter zu verringern. Für das Jahr 2011 wurden 10 Milliarden Dollar an die Besitzer ausgehändigt. Offen ist die Frage, ob Vodafone auch für dieses Jahr Geld erhalten kann.
Die Frage stellt sich deshalb, weil Verizon-Chef Lowell McAdam nach einem Bericht im "Wall Street Journal" erklärt hatte, dass der Begleichung von Schulden in Höhe von fünf Milliarden Dollar der Vorrang vor einer entsprechenden Ausschüttung gegeben werde. Verständlich wird dies vor dem Hintergrund abweichender Vorstellungen über die Zukunft. Bei Verizon gehen die Bestrebungen dahin, den Vodafone-Anteil an dem US-Unternehmen zu erwerben. Auch wenn sich die Briten angeblich nicht grundsätzlich gegen diese Überlegung stellen, so besteht doch eine Kluft über bei der Preisvorstellung der Beteiligten. Während die Amerikaner nur 100 Milliarden Dollar auf den Tisch legen wollen, haben die Briten eine Zahlung von 130 Milliarden Dollar im Auge.
