Von Thomas Gryta und Spencer E. Ante
Vodafone und Verizon Communications können sich über einen Geldregen von ihrem amerikanischen Mobilfunk-Joint-Venture freuen. Verizon Wireless wird seinen Eigentümern Dividenden in Höhe von insgesamt 7 Milliarden US-Dollar auszahlen. Das ist eine Überraschung, denn Verizon-Boss Lowell McAdam hatte letzte Woche auf einem Investorentreffen angedeutet, das erst einmal kein Geld fließen wird.
Verizon, das mit einem Anteil von 55 Prozent bei dem lukrativen Gemeinschaftsunternehmen die Kontrolle ausübt, hat seinen Partner Vodafone öffentlich gedrängt, seinen Anteil zu verkaufen. Die Dividenden aus dem Joint Venture sind eine wichtige Geldquelle für die Briten, die sie für Investitionen verwenden oder an ihre Aktionäre weiterreichen können. Die Andeutung McAdams, die Zahlung auszusetzen, wurde deshalb von einigen Marktteilnehmern als Signal in Richtung Vodafone interpretiert.
Konkret hatte McAdam gesagt, die Priorität für Verizon Wireless läge auf dem Abbau von Schulden im Volumen von 5 Milliarden US-Dollar bis Mitte 2014, bevor Geld an die Eigentümer ausgezahlt wird. Die Kommentare des CEOs tauchten in einem Bericht des Analysten Philip Cusick von der Bank J.P. Morgan Chase auf, die Gastgeber des Investorentreffens war. Sie wurden von einer weiteren informierten Person bestätigt, die nicht namentlich genannt werden wollte.
Obwohl nun Geld fließen soll, ist es doch weniger als zuvor. Das Unternehmen hatte fünf Jahre lang Geld gehortet, bevor letztes Jahr in zwei Tranchen insgesamt 18,5 Milliarden Dollar ausgeschüttet wurden. Nun erhält Verizon Communications 3,85 Milliarden Dollar in bar, Vodafone bekommt 3,15 Milliarden. Die Dividende wird am 25. Juni ausgezahlt, wie aus einer Mitteilung an die zuständigen Behörden hervorgeht.
Die Auszahlung sei sinnvoll, sagte Analyst Jonathan Atkin von RBC Capital. Denn Verizon Wireless hole sich damit Geld herein für die Dividendenzahlung an die eigenen Aktionäre. Ein Zusammenhang mit einer möglichen Beendigung des Joint Ventures sei aber weiter unklar.
Analysten der Citigroup sind der Ansicht, dass das Timing der Dividenden darauf hindeutet, dass eine Ende der Zusammenarbeit nicht immanent ist. Sie taxieren die Chance auf ein Buyout, dessen Volumen auf 100 bis 130 Milliarden Dollar geschätzt wird, innerhalb der kommenden zwölf Monate gleichwohl auf 55 Prozent.
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May 14, 2013 01:22 ET (05:22 GMT)
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