Die Druckmaschinenhersteller Heidelberger
Druck
Die Marktsituation verlange, den einen oder anderen ausgetretenen Pfad zu verlassen. "Wir haben die eine oder andere Möglichkeit dazu im Visier." Ein Zusammenschluss der beiden Unternehmen sei dabei jedoch kein Thema. "Eine Fusion wäre viel zu weit gegriffen", sagte Bolza-Schünemann. Sie sei auch kartellrechtlich ausgeschlossen. Denkbar sei dagegen eine Kooperation im Einkaufsbereich, um die Kosten zu senken.
Beide Unternehmen stehen vor allem wegen der Zeitungs- und Medienkrise stark unter Druck. Der Weltmarktführer Heidelberger Druck steckt seit Jahren in den roten Zahlen und auch bei Koenig & Bauer sieht es nicht viel besser aus. Die Würzburger schrieben zwar seit 2008 keine Verluste mehr - der Gewinn fiel aber immer sehr gering aus. Wie KBA am Dienstag mitteilte, gab es zum Jahresauftakt wegen Verzögerungen bei der Auslieferung und geringeren Bestellungen einen Quartalsverlust von 18,5 Millionen Euro.
Der Umsatz sank um fast 30 Prozent auf 190,7 Millionen Euro. Zudem gingen - verglichen mit dem Vorjahreszeitraum - fast 16 Prozent weniger Aufträge ein. KBA blickt dennoch weiter zuversichtlich ins Geschäftsjahr. Beim Umsatz orientieren sich die Pläne am Vorjahr: Die Würzburger nahmen 2012 etwa 1,3 Milliarden Euro ein. KBA beschäftigt etwa 6200 Mitarbeiter und stellt unter anderem Maschinen her, mit denen Zeitungen, Werbung, Banknoten, Kataloge und Verpackungen gedruckt werden können./zb/cgl/DP/zb
ISIN DE0007193500 DE0007314007
AXC0183 2013-05-14/11:30
