Per Definition ist ein Puma eine Raubkatze. Dieser Kategorisierung wird der Sportartikel-Hersteller schon seit geraumer Zeit nicht mehr gerecht. Wirft man einen Blick auf die Zahlen zum ersten Quartal, drängt sich der Eindruck auf, dass man es eher mit einem zahmen Hauskätzchen zu tun hat.
In der Bilanz steht ein Umsatz von 782 Millionen Euro, was einem Rückgang um zwei Prozent entspricht. Das EBIT brach um 22,5 Prozent auf 79 Millionen Euro ein. Unter dem Strich blieben gerade einmal noch 50 Millionen Euro, knapp ein Drittel weniger als noch im entsprechenden Vorjahresquartal. Das Management verwiest auf die Konsumschwäche in Europa und ein Asien-Geschäft, das hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.
Auch das Wetter soll eine Rolle gespielt haben. Der lange Winter habe den Absatz negativ beeinträchtigt, ließ man die Anleger wissen. Merkwürdig nur, dass die Konkurrenz aus dem Hause Adidas von diesem Effekt überhaupt nicht tangiert wurde und vor wenige Tagen hervorragende Zahlen zum ersten Vierteljahr vermeldet hatte.
Mit dem holprigen Jahresauftakt zog Ernüchterung in die Chefetage des Konzerns ein. Die Jahresprognose wurde einkassiert. Man erwartet nunmehr einen Umsatzrückgang im "niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich". An den in Aussicht gestellten Anstieg des operativen Gewinns glaubt man inzwischen nicht mehr.
Stefan Schmidbauer | Frankfurter Tagesdienst
+++ Die Themen in der heutigen Ausgabe (70/2013) +++
Deutsche Post bleibt den Jahreszielen treu + K+S hat das Salz in der Suppe + Merck: 2013 ist das neue 2014! + Puma macht kleinere Sprünge + EADS steigert Umsatz und Ergebnis + Hypovereinsbank hilft Konzernmutter Unicredit + Der nächste Abgang bei ABB
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Auch das Wetter soll eine Rolle gespielt haben. Der lange Winter habe den Absatz negativ beeinträchtigt, ließ man die Anleger wissen. Merkwürdig nur, dass die Konkurrenz aus dem Hause Adidas von diesem Effekt überhaupt nicht tangiert wurde und vor wenige Tagen hervorragende Zahlen zum ersten Vierteljahr vermeldet hatte.
Mit dem holprigen Jahresauftakt zog Ernüchterung in die Chefetage des Konzerns ein. Die Jahresprognose wurde einkassiert. Man erwartet nunmehr einen Umsatzrückgang im "niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich". An den in Aussicht gestellten Anstieg des operativen Gewinns glaubt man inzwischen nicht mehr.
Stefan Schmidbauer | Frankfurter Tagesdienst
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