Der Spezialmaschinenbauer LPKF
"Die konjunkturellen Effekte belasten uns weiterhin kaum", hieß es von Vorstandschef Ingo Bretthauer im Quartalsbericht. Besonders stark lief das Geschäft mit Maschinen zur Laser-Direkt-Strukturierung (LDS), eine Technik, die etwa bei der Herstellung von Antennen für Smartphones, Tablets und Laptops eingesetzt wird. Hier mussten die Niedersachsen aber jüngst einen Rückschlag hinnehmen. In China haben sie das Patent für diese Technik verloren, wollen aber dagegen vorgehen.
Auch die anderen Segmente hätten zum Wachstum beigetragen, hieß es. Zudem lag der Auftragseingang mit 24,6 Millionen Euro noch etwas über dem Wert des Vorjahres. LPKF profitiert vom Trend zur Miniaturisierung von elektronischen Geräten. Mit seinen Maschinen will LPKF herkömmliche Produktionsverfahren wie Stanzen, Sägen oder Kleben ablösen. Beim Kunststoffschweißen ist die Nachfrage für die Maschinen größer als die Kapazität von LPKF. Ab Mitte des Jahres sollen die Lieferzeiten dank Investitionen am Standort Erlangen wieder sinken.
Den Ausblick bekräftigte der Vorstand. Auf das Jahr gerechnet erwartet LPKF keinen Umsatzsprung: Zwischen 115 und 120 Millionen Euro will das Unternehmen umsetzen, nach 115 Millionen Euro im Jahr 2012. Das liegt am Solargeschäft, das schrumpfen dürfte. Alle anderen Segmente sollen zulegen. Wegen höhere Personalaufwendungen dürften die Kosten etwas stärker wachsen als der Umsatz. Daher dürfte die EBIT-Marge zwischen 15 und 16 Prozent liegen. Für 2014 und 2015 rechnet der Vorstand mit einem Umsatzwachstum von durchschnittlich rund 10 Prozent pro Jahr und einem leichten Anstieg der EBIT-Marge./stb/she/kja
ISIN DE0006450000
AXC0127 2013-05-15/09:52
