MS Industrie AG: Zwischenmitteilung innerhalb des 1. Halbjahres 2013 MS Industrie Gruppe mit EBITDA im 1. Quartal 2013 in Höhe von plus EUR 4,2 Mio. (+31 %)
MS Industrie AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG
15.05.2013 10:07
Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Zwischenmitteilung nach § 37x i. V. § 37y Nr. 3 WpHG
MS Industrie AG, München (ISIN: DE0005855183)
Zwischenmitteilung innerhalb des 1. Halbjahres 2013
MS Industrie Gruppe mit EBITDA im 1. Quartal 2013 in Höhe von plus EUR 4,2 Mio. (+31 %)
München, den 15. Mai 2013
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2013 waren geprägt durch teilweise bereits im Vorjahr begonnene interne Prozess-, Ablauf- und Logistikoptimierungen an allen vier Produktionsstandorten der MS Industrie Gruppe, sowohl in Deutschland als auch in USA. Am Standort Spaichingen laufen umfangreiche Prozessoptimierungen, welche bis zum Ende des 2. Quartals abgeschlossen sein werden. In den USA wurde im April der Umzug von zwei bisher getrennten Gebäuden in Fowlerville in ein neu angemietetes Objekt im Nachbarort Webberville abgeschlossen, welches nun sowohl die Motoren- als auch die Schweißtechnik effizient unter einem Dach beherbergt. Diese Optimierungen sind die logische Folge der im Vorjahr umgesetzten massiven Investitionen in technische Anlagen und in den Maschinenpark. So ist die erhebliche Erweiterung des Standorts Zittau weitgehend abgeschlossen. Des Weiteren haben sich die Stückzahlen mehrerer neuer Artikel weiter deutlich erhöht und die Auftragsbücher sind insbesondere in der Schweißtechnik, aber auch in der Motorentechnik gut gefüllt.
Bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres wird der Großteil der Prozess- und Ablaufoptimierungen an allen Standorten der Gruppe voraussichtlich abgeschlossen sein, d.h. der Bedarf an Investitionen wird in den kommenden Jahren wesentlich unter dem der letzten Jahre liegen. Parallel dazu erwarten wir eine stetige Steigerung der Auslastung in beiden Fertigungsbereichen und an allen Standorten.
In Anbetracht der oben zusammengefassten strukturellen Anpassungen und Anstrengungen im 1. Quartal sind wir mit der operativen - und aus betriebswirtschaftlicher Sicht um die nachstehend ausführlicher beschriebenen, rein bilanziellen Sondereffekte zu bereinigenden - Entwicklung der verschiedenen Ergebnis-Ebenen im 1. Quartal durchwegs zufrieden. Trotz des leichten Umsatzrückgangs im 1. Quartal haben sich sämtliche Ergebniskennzahlen verbessert.
Die Tatsache, dass sich die positive Auftragslage im 1. Quartal 2013 noch nicht vollständig im Umsatz widerspiegelt, ist auf zwei Hauptursachen zurückzuführen: Erstens hat sich im Bereich Schweißtechnik die Auslieferung von einigen fertigen Maschinen aufgrund verspäteter kundenseitiger Beistellung von Musterteilen als Voraussetzung zur Inbetriebnahme in das 2. Quartal 2013 verschoben. Zweitens hatte ein Kunde im Bereich Motorentechnik - bedingt durch Lieferprobleme eines anderen Zulieferers - im 1. Quartal 2013 eine deutliche Reduzierung der produzierten Einheiten zu verzeichnen, die seit Beginn des 2. Quartals 2013 erfreulicherweise wieder behoben ist. Als Folge erwarten wir im 2. Quartal 2013 allein durch die Umkehrung dieser beiden Effekte wieder erhebliche Umsatzsteigerungen. Die Betriebsleistung liegt im 1. Quartal 2013 aufgrund der positiven Bestandsveränderungen in Höhe von rund EUR 4,2 Mio. annähernd auf Vorjahresniveau.
Nun zu den Finanzdaten und Entwicklungen im Detail:
Der Gesamtumsatz der MS Industrie Gruppe beträgt im Berichtszeitraum kumuliert EUR 36,4 Mio. und liegt damit im 1. Quartal noch um rund 12 % unter dem Vorjahr (Vj. EUR 41,5 Mio.).
Trotz den beiden obengenannten Effekten und einem weiter leicht eingetrübten gesamtwirtschaftlichen Umfeld hat sich die Ertragslage der MS Industrie Gruppe in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2013 im Konzern, im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres, sowohl was das Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen - EBITDA -, das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern - EBIT -, und das Ergebnis nach Steuern - EAT - betrifft, wieder deutlich positiver entwickelt.
Es ist der MS Industrie Gruppe gelungen, im 1. Quartal 2013 in den beiden industriellen Hauptsparten Motorentechnik und Schweißtechnik im Konzern ein
- kumuliertes, positives Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen - EBITDA - von rund EUR 4,2 Mio. (Vj. EUR 3,2 Mio.)
zu erwirtschaften.
Die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres stehen dabei weiterhin ganz im Zeichen der aktiven Bestandsentwicklung und der Konzentration auf die beiden industriellen Hauptbereiche Motorentechnik und Schweißtechnik in Deutschland und in den USA. Die Eckdaten des 1. Quartals 2013 (Januar bis März 2013) stellen sich wie folgt dar:
Der Gesamtumsatz belief sich im 1. Quartal 2013 konsolidiert auf rund EUR 36,4 Mio. (Vj. EUR 41,5 Mio.), davon EUR 31,5 Mio. Umsatz (Vj. EUR 36,0 Mio.) aus der Konsolidierung der MS Spaichingen-Gruppe. Die Umsatzerlöse enthalten im 1. Quartal 2013 ebenso wie im Vorjahr keine wesentlichen Erlöse aus der Veräußerung von Tochterunternehmen und Beteiligungen.
Es wurde ein positives Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen - EBITDA - in Höhe von rund EUR 4,2 Mio. (Vj. EUR 3,2 Mio.) erzielt, sowie ein positives operatives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, EBIT, von rund EUR 1,7 Mio. (Vj. EUR 0,7 Mio.).
In der Gruppe liegt das positive Ergebnis vor Steuern - EBT - bei rund EUR 0,1 Mio. (Vj. negativ: EUR -0,6 Mio.), was wie im Vorjahreszeitraum teilweise in per Saldo negativen, unrealisierten, Bewertungseffekten aus der Währungsumrechnung und der Zeitwertbewertung von zur Absicherung von Fremdwährungspositionen eingesetzten Fremdwährungsderivaten der MS Spaichingen GmbH in Höhe von EUR -0,4 Mio. (Vj. EUR -0,5 Mio.) begründet liegt.
In der Gruppe liegt das Ergebnis nach Steuern und Minderheitsanteilen - EAT - im 1. Quartal 2013 bei rund EUR -0,1 Mio. (Vj. EUR -0,3 Mio.).
Die Differenz zwischen dem Ergebnis vor Steuern (EBT) und dem Ergebnis nach Steuern (EAT) beruht vor allem auf latenten Steueraufwendungen in Höhe von EUR -0,2 Mio. (Vj. latente Steuererträge in Höhe von EUR 0,3 Mio.), davon EUR -0,4 Mio. aus dem Verbrauch von latenten Steuerforderungen auf Verlustvorträge der Muttergesellschaft MS Industrie AG.
Die nicht aktivierten, aufwandswirksamen, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in der MS Spaichingen-Gruppe betrugen im 1. Quartal 2013 in Summe EUR 0,6 Mio (Vj. EUR 0,5 Mio.).
Das deutlich positive Konzernperiodengesamtergebnis des 1. Quartals 2013 beträgt nach Ertragsteuern EUR 0,4 Mio. (Vj. EUR -0,7 Mio.). Die Differenz zwischen dem Ergebnis nach Steuern (EAT) und dem Konzernperiodengesamtergebnis nach Ertragsteuern resultiert vor allem aus erfolgsneutral erfassten, nicht realisierten, Unterschieden aus Fremdwährungsumrechnung innerhalb der MS Spaichingen Gruppe in Höhe von EUR +0,5 Mio (Vj. EUR -0,5 Mio.).
Das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens MS Industrie AG zurechenbare kumulierte Ergebnis pro Aktie - 'EpS' ('Earnings per Share') - beläuft sich im 1. Quartal 2013 auf Basis des gewichteten Durchschnitts der bis zum 31. März 2013 ausgegebenen Stückaktien (durchschnittlich 29,3 Mio. Stückaktien) nach IAS 33 unverwässert und verwässert auf rund EUR 0,00 (Vj.: unverwässert und verwässert: EUR -0,01 auf Basis von 29,2 Mio. Stückaktien).
Zum Stichtag 31. März 2013 belaufen sich die liquiden Mittel im Konzern auf EUR 6,4 Mio. (31. Dezember 2012: EUR 10,5 Mio.). Der Finanzmittelfonds beläuft sich zum 31. März 2013 auf EUR 5,5 Mio. (31. Dezember 2012: EUR 9,9 Mio.) und ist damit im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag um EUR 4,4 Mio. gesunken. Die Abnahme der liquiden Mittel um rund EUR 4,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag ist neben einem leichten Working Capital Aufbau in der MS Spaichingen-Gruppe (vor allem unfertige Erzeugnisse) in erster Linie auf Investitionen in das Anlagevermögen im 1. Quartal 2013 in Höhe von rund EUR 1,3 Mio., davon auf Ebene der MS Spaichingen-Gruppe rund EUR 1,2 Mio. zurückzuführen. Daneben stehen im 1. Quartal 2013 Nettoabgänge an liquiden Mitteln aus der Rückführung von Bankdarlehen in Höhe von insgesamt rund EUR 1,7 Mio., davon auf Ebene der MS Spaichingen-Gruppe rund EUR 1,3 Mio.
Die Eigenkapitalquote im Konzern ist im Vergleich zum 31. Dezember 2012 leicht gestiegen und beträgt bei einer um rund 1,0 Prozent leicht gesunkenen Bilanzsumme zum Zwischenbilanzstichtag 27,3 % (31. Dezember 2012: 26,8 %). Der Anstieg der Eigenkapitalquote ist vor allem auf das positive Konzernperiodengesamtergebnis zurückzuführen. In absoluten Zahlen hat sich das Eigenkapital um EUR 0,3 Mio. auf EUR 41,4 Mio. (31. Dezember 2012: EUR 41,1 Mio.) leicht erhöht.
Die Mitarbeiterzahl in der Gruppe ist per 31. März 2013 im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag auf 882 festangestellte Mitarbeiter leicht gestiegen (31. Dezember 2012: 867 Mitarbeiter zum Stichtag). Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter in der MS Spaichingen-Gruppe ist von 634 Mitarbeitern per 31. Dezember 2012 auf 645 Mitarbeiter per 31. März 2013 ebenfalls leicht gestiegen.
Im 1. Quartal 2013 ergaben sich im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag 31. Dezember 2012 keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der MS Industrie AG.
Kommentierung und aktueller Geschäftsverlauf zum 1. Quartal 2013: Das 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2013 (Januar bis März) sowie die ersten 6 Wochen des 2. Quartals 2013 waren vor allem durch folgende Ereignisse geprägt:
Im operativen Industriegeschäft verlief die Geschäftentwicklung im 1. Quartal 2013 mit Ausnahme der erneut negativen, leider nicht planbaren, jedoch überwiegend liquiditätsneutralen (USD-)-Währungseffekte mit Einschränkungen auf dem US-amerikanischen Markt weitgehend planmäßig.
Für das Gesamtgeschäftsjahr 2013 geht die Geschäftsleitung der größten Tochtergesellschaft, der MS Spaichingen GmbH, Spaichingen, (MS) von einer erneut verbesserten Auftragslage (Umsatz im Vergleich zu Vorjahreszeitraum 2012) aus und erwartet daher einen deutlichen Anstieg des Jahresergebnisses.
Im Bereich 'Motorentechnik - Diesel' werden - trotz des unverändert schwierigen Marktumfeldes, in dem vorwiegend die LKW-Branche in Europa derzeit noch eine geschwächte Nachfrage zu verzeichnen hat - durch die Anfang 2014 wirksam werdende, neue Abgasnorm 'EURO VI' spätestens ab dem 4. Quartal 2013 starke Wachstumsimpulse erwartet. In Summe wird das Jahr 2013 von der MS Spaichingen-Gruppe zur weiteren Optimierung der Prozess- und Logistikabläufe in den einzelnen Werken genutzt, um auf ein zu erwartendes weiteres starkes Wachstum der Gruppe vorbereitet zu sein.
Im Bereich 'Schweißtechnik - Maschinenbau' ist die Auftragslage der MS Spaichingen-Gruppe weiterhin sehr gut, die Auftragsbestände reichen aktuell bis weit in das 1. Quartal 2014. Da die Auslastung hier nicht direkt von der Anzahl der produzierten Fahrzeuge, sondern überwiegend von der Einführung neuer Modelle durch die Fahrzeughersteller abhängt, ist dieser Bereich konjunkturresistenter als der Bereich Motorentechnik und nur sehr eingeschränkt krisenanfällig. Durch die immer stärker wirkende Modell- und Variantenpolitik sowie das ständige Bestreben nach kostenoptimierter Fahrzeugleichtbauweise bewegen sich die Automobilhersteller in diesem Segment nach wie vor auf hohem Entwicklungsniveau. Selbiges gilt uneingeschränkt auch für den US-Absatzmarkt. Auch hier sieht sich die Automobilzulieferbranche in aussichtsreicher Position. Der Bereich 'Schweißtechnik - Maschinenbau' verzeichnet aktuell den höchsten Auftragsbestand seit seinem Bestehen, und für das Jahr 2013 geht MS erneut von einer deutlichen Umsatzsteigerung aus.
Die Verpackungsindustrie als Zielgruppe des - gemessen an Umsatz und Mitarbeiterzahl anteilig noch kleinsten - Bereichs 'Schweißtechnik - Verpackungssysteme' der MS Spaichingen-Gruppe erfährt durch den zunehmenden Anteil an Kunststoffverpackungen in allen Lebensbereichen weltweit weiter überproportionale Zuwachsraten, dies gilt neben den westlichen Industrienationen auch für die weiter überproportional stark wachsenden Schwellenländer. Der weltweite Kunststoffverpackungsmarkt wird derzeit auf ein Absatzvolumen von rund EUR 400 Mrd. geschätzt. Durch stringente Fortführung der Innovationsstrategie in diesem Bereich konnten im Geschäftsjahr 2012 mehrere neue Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen entwickelt und auf den Markt gebracht werden. Damit konnten weitere namhafte Kunden wie z. B. Beiersdorf, Roche oder Unilever, gewonnen werden. Auch in 2013 wird in diesem hochinnovativen Produktbereich von MS die mit Abstand höchste Wachstumsrate erwartet.
Das geplante Investitionsvolumen 2013 liegt in der MS Spaichingen-Gruppe bei insgesamt rund EUR 9,1 Mio., davon entfallen rund EUR 2,0 Mio. auf den Standort Spaichingen, EUR 6,4 Mio. auf den Standort Zittau sowie rund EUR 0,7 Mio. auf den Standort USA. Bis Ende März 2013 wurde hiervon bereits ein Investitionsvolumen in Höhe von EUR 1,2 Mio. realisiert. Von den EUR 9,1 Mio. sind EUR 6,4 Mio. über Mietkaufvereinbarungen gedeckt und daher kurzfristig nicht liquiditätswirksam.
Bereits fest gebuchte Messetermine 2013 sind - im Bereich Schweißtechnik - Maschinenbau die nach eigenen Angaben weltgrößte Fachmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie 'K', in Düsseldorf vom 16.-23. Oktober 2013 sowie im Bereich Schweißtechnik - Verpackungssysteme die beiden bedeutenden 'Fachmessen FachPack', in Nürnberg vom 24.-26. September 2013 und 'PACK EXPO', in Las Vegas, Nevada/USA vom 23.-25. September 2013.
Die Elektromotorenwerk Grünhain GmbH, Grünhain-Beierfeld, (EMGR) ist im Bereich 'Motorentechnik - Elektro' aktiv. Sie ist erfolgreicher Hersteller kundenspezifischer Elektromotoren in unterschiedlichen Bauweisen sowie verwandter Produkte. EMGR verfügt außerdem über eine eigene Aluminiumdruckgießerei für Eigen- und Fremdbedarf (vor allem für die Automobilindustrie). Für die weitere Forcierung des bisher eher organischen Wachstums der EMGR sollen zunächst die Vertriebsaktivitäten im europäischen Ausland verstärkt werden. Weiterhin wird das Marktpotential für kundenspezifische Qualitätsmotoren in weiteren Industriesegmenten und die Kooperation mit weiteren Herstellern geprüft. EMGR bereitet derzeit den Einstieg in den Markt der kundenspezifischen Elektromotoren für Zwei- und Dreiräder (Cargo-Bereich / Elektromobilität) vor. Dazu ist für 2013 eine Prototypenserie und ab 2014 die Serienproduktion geplant. Die Geschäftsleitung der EMGR geht von einem positiven Geschäftsverlauf in 2013 mit steigendem Umsatz und Jahresergebnis aus. Der Bereich Aluminium-Druckguss soll auch im Jahr 2013 nach einer vorübergehenden Abschwächung in 2012 weiter wachsen.
Die EMGR wird zukünftig darüber hinaus noch durch Aufholeffekte im Zusammenhang mit der EU-Verordnung 640/2009 profitieren. Diese Verordnung, die im Rahmen der ErP-Richtlinie 2009 erlassen worden ist, sieht vor, dass ab dem 1. Januar 2015 in Verkehr gebrachte IE2-Motoren der Größen 7,50 bis 375 Kilowatt nur noch mit elektronischer Drehzahlregelung eingesetzt werden. Alternativ ist der Einsatz von Motoren mit oder ohne Regelung möglich, die mindestens der Energieeffizienzklasse IE3 entsprechen. Ab 1.1.2017 gilt die letztgenannte Regelung auch für Motoren von 0,75 bis 7,50 Kilowatt. Darüber hinaus bereitet die entsprechende EU-Kommission bereits die nächste Verordnung vor, die darauf abzielt, mittelfristig einen Austausch sämtlicher Motoren durch Motoren zu erreichen, die den IEx-Standards entsprechen. Der betroffene Motorenbestand beträgt in Deutschland derzeit rund 35 Mio. Stück (Quelle: 'Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.').
Das Portfolio der Beno Immobilien GmbH, München, (Beno) beinhaltet Standorte in Grünhain-Beierfeld, Fröndenberg, Weinsberg und Zittau. Im März 2013 wurde seitens der Beno der Kaufvertrag für zwei neue Objekte in Nottuln und Kempen, beide in Nordrhein-Westfalen, unterzeichnet. Der Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten ('Closing') wird für Ende Mai / Anfang Juni 2013 erwartet. Die wesentlichen Eckdaten stellen sich - für beide Objekte zusammengefasst - wie folgt dar: Insgesamt 17.480 qm Nutzfläche; je Standort existiert nur ein Mieter; alle Flächen sind zu 100 % vermietet; der Kaufpreis beträgt gesamt TEUR 3.250; Jahresmiete gesamt beträgt TEUR 384. Das Jahresnettomietvolumen der Beno Immobilien-Gruppe kann damit von EUR 1,6 Mio. auf zukünftig EUR 2,0 Mio. gesteigert werden. Die Risikostreuung über alle Standorte und Mieter verbessert sich ebenfalls, was die Attraktivität der Beno Immobilien-Gruppe weiter erhöht.
Die nunmehr von der GCI BridgeCapital AG, München, fortgeführte Projektplanung für die Genehmigung einer Photovoltaikanlage auf dem Grundstück Leipzig / Wiederitzsch befindet sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Zwischenmitteilung weiterhin in vollem Gange. Der Stadtrat der Stadt Leipzig hat den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 333 'Solarpark Leipzig-Nord' gebilligt. Die öffentliche Auslegung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans im Dezember 2012 sowie Gespräche mit verschiedenen Investoren über den Bau und die Finanzierung der ca. 4,5 MW-Photovoltaikanlage verliefen positiv, wobei sich die GCI BridgeCapital AG nun auf den Abschluss der Baurechtschaffung, die Veräußerung der Projektrechte und anschließend eine reine Verpachtungslösung konzentriert. Mit dem formalen Satzungsbeschluss und dessen Veröffentlichung durch die Stadt Leipzig wird im 2. Quartal 2013 gerechnet, der nun ermöglichen sollte, dass der Bau der Photovoltaikanlage durch einen externen Bauträger oder Investor ab dem 3. Quartal erfolgen kann.
Die Beteiligung an der minderheitlich gehaltenen UMT United Mobility Technology AG befindet sich aktuell in der Vorbereitungsphase zu einer Kapitalerhöhungsrunde. Das Hauptprodukt 'iPAYst' als innovative Lösung für mobile - QR-Code basierte - Zahlungssysteme über 'Smartphones', Tablets und andere mobile Endgeräte konnte im 1. Quartal erfolgreich zur Marktreife geführt werden. Neben eigenen Vertriebs- und Marketingaktivitäten treibt die Gesellschaft die Verbreitung von 'iPAYst' darüber hinaus über strategische Partnerschaften voran. Durch eine Kooperation mit dem führenden Netzbetreiber in Deutschland, der 'afc Rechenzentrum GmbH', konnte sich die Gesellschaft mit 'iPAYst' den Zugang zu rund 500.000 Kassenterminals in Deutschland sichern. Flankierend zum Kernmarkt Deutschland konnte die Gesellschaft 'iPAYst' auch international platzieren und ist bestrebt, parallel zum deutschen Markt entsprechende Länderdependancen aufzubauen. Im Fokus steht nun die weitere Vermarktung/Verbreitung des Systems mit Hilfe strategischer Partner und Investoren. Die MS Industrie AG begleitet mit dem Team ihrer Beteiligung GCI Management Consulting GmbH aktiv die weitere Entwicklung. Die MS Industrie AG rechnet mit einem konsolidierten Umsatzanstieg aus dem operativen Industriegeschäft von EUR 173 Mio. im Geschäftsjahr 2012 (ohne Erlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen) auf über EUR 180 Mio. im laufenden Geschäftsjahr 2013. Voraussetzung hierfür ist eine mindestens gleichbleibende Konjunktur im europäischen und US-amerikanischen Markt.
Oberstes Ziel für den Konzern ist es wiederum, für das Gesamtjahr 2013 ein erneut klar positives Nachsteuerergebnis (EAT) und ein nochmals deutlich besseres Ergebnis je Aktie ('EpS') als im Vorjahr zu erwirtschaften. Die operative Ergebnislage lässt hierzu im 1. Quartal und in der ersten Hälfte des 2. Quartals klare und eindeutige Signale erkennen und der Vorstand ist deshalb, auf das Gesamtjahr 2013 bezogen, trotz der unverändert schwer einzuschätzenden Währungssituation und der schwer einzuschätzenden weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, vorsichtig optimistisch. Mittelfristiger strategischer Schwerpunkt bleibt weiterhin unverändert die Entwicklung und Konsolidierung des industriellen Beteiligungsportfolios, ergänzt durch synergetische Zukäufe.
Diese Zwischenmitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf derzeitigen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Unsicherheiten und Risiken, die durch die MS Industrie AG nicht beeinflusst werden können. Sollten derartige Unsicherheiten oder Risiken eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese zukunftsbezogenen Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der MS Industrie AG weder beabsichtigt, noch übernimmt die MS Industrie AG eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieser Zwischenmitteilung anzupassen.
Obwohl jegliche erforderliche Sorgfalt angewandt wurde, um sicherzustellen, dass die oben dargestellten Fakten korrekt sowie die hierin dargestellten Ansichten fair und angemessen sind, ist dieser Zwischenbericht selektiver Natur. Wenn Informationen und Statistiken aus externen Quellen zitiert werden, sind diese Informationen und Statistiken nicht dahingehend zu interpretieren, dass sie von der Gesellschaft korrekt übernommen oder bestätigt wurden. Dieses Dokument stellt weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder zur Zeichnung von Aktien der MS Industrie AG dar.
Die MS Industrie AG, München, ist eine börsennotierte Industriegruppe mit den beiden strategischen Kernbereichen Motorentechnik und Schweißtechnik. Im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie konzentriert sich die MS Industrie AG auf Mehrheitsbeteiligungen an profitablen Unternehmen mit hohem Wertsteigerungspotenzial im Mittelstand in den Bereichen der Antriebstechnik und der Ultraschalltechnik.
Mit freundlichen Grüßen
MS Industrie AG - Der Vorstand
Brienner Straße 7 80333 München
Tel.: +49. 89. 20 500 900 Fax: +49. 89. 20 500 999
Mail: info@ms-industrie.ag Internet: www.ms-industrie.ag
15.05.2013 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. DGAP-Medienarchive unter www.dgap-medientreff.de und www.dgap.de
Sprache: Deutsch Unternehmen: MS Industrie AG Brienner Straße 7 80333 München Deutschland Internet: www.ms-industrie.ag Ende der Mitteilung DGAP News-Service
ISIN DE0005855183
AXC0137 2013-05-15/10:07
